Für Betreuer Uwe Schwiderski war das Ergebnis im ersten echten Testspiel dieses Sommers eher nebensächlich. Wichtiger war ihm, dass die Grünheider souverän und selbstbewusst auftraten. "Was wir im Training geübt haben, wurde gut umgesetzt", sagt Schwiderski, "wir waren sehr zufrieden - zumal einige unserer Stammkräfte noch gefehlt haben und der HC Spreewald mit fast zwei kompletten Mannschaften antrat." Hervorzuheben seien dabei die Leistungen der drei Grünheider Torhüter und von Marcus Schwiderski, dem Sohn von Betreuer Uwe Schwiderski: "Er hat klug Regie geführt und war gleichzeitig torgefährlich."
Mit dem Gegner HC Spreewald haben die Grünheider übrigens quasi die Spielklassen-Plätze getauscht. Während die Grünheider die Brandenburgliga verlassen haben, sind die Lübbener und Luckauer gerade dorthin abgestiegen.
Genau diesem Schicksal wollen die Grünheider unbedingt entgehen. Gute Wünsche dafür gab ihnen am Freitagnachmittag schon mal Grünheides Bürgermeister Arne Christiani auf den Weg. Bei einem kleinen Empfang sagte er, dass Grünheide eine der kleinsten Gemeinden sei, die eine Mannschaft in der Oberliga Ostsee-Spree stelle. "Die Handballer machen Grünheide jetzt weit über Brandenburgs Landesgrenzen hinaus bekannt", erklärte Christiani auf dem Rathaus-Vorplatz. Und dass Spieler wie Sören Klünder oder Robert Kaberidis nach dem Aufstieg wieder in das Team zurückgekommen seien, ist für den Bürgermeister ein Indiz, dass Grünheide ein sehr gutes Pflaster zum Handballspielen sei.
Ein weiterer Beleg dafür sei der Aufstieg der beim Empfang ebenfalls anwesenden B-Jugend des Vereins in die Brandenburgliga. "Wir wollen die Spielklasse jetzt kennenlernen und möglichst im Mittelfeld landen", sagt Trainer Pierre Walda. In der vergangenen Saison war er mit der damaligen C-Jugend Kreismeister geworden. Seine Spieler schenkten dem Bürgermeister ein Mannschaftsfoto. Vom Handball-Sektionsleiter des Grünheider SV, Sven Pöggel, gab es eine Saison-Dauerkarte für die Löcknitzhalle dazu. "Seit Jahren fördert Grünheide den Handball", erklärt Sven Pöggel, "wir wollen damit dem Bürgermeister stellvertretend für die ganze Gemeinde danken."
Bürgermeister Arne Christiani freute sich besonders, dass die Grünheider Männer in der Oberliga Ostsee-Spree auf die TSG Lübbenau 63 treffen. Christiani wohnt selbst in Lübbenau und kann sich durchaus vorstellen, beim Gastspiel der Grünheider in der Halle vorbei zu schauen.
Zielstellung für den Grünheider SV ist es nun, sich in der Oberliga Ostsee-Spree zu etablieren. In der Vorbereitung hat das Team bereits ein Trainingslager auf Usedom absolviert, nun folgen mehrere Testspiele und ein großes Turnier am nächsten Sonnabend bei Ajax Köpenick. "Am Dienstag, dem 26. August, werden wir dann um 20 Uhr in der Löcknitzhalle gegen den VfL Lichtenrade spielen", sagt Uwe Schwiderski. Für die Grünheider ist dies die erste Gelegenheit, dass neue Team auf dem Spielfeld zu sehen. Am 30. August folgt um 18.30 Uhr das erste Ligaspiel der neuen Saison beim HV Grün-Weiß Werder.