Mit großer Freude ist ein neuer Brennofen in der Kunstwerkstatt in Bad Saarow eingeweiht worden. „Er ist größer und verbraucht nicht mehr Strom als der alte“, sagt Dorit Krüger, ehrenamtliches Vorstandsmitglied des CTA-Kulturvereins. Der alte Ofen war schließlich schon 20 Jahre alt und öfter kaputt.
„Dann mussten alle Töpferarbeiten mit höherem Aufwand und Kosten in die Keramikwerkstatt Fürstenwalde zum Brennen gebracht werden.“ Nun könne man in Bad Saarow wieder rentabel arbeiten. Zu verdanken ist die Investition der Bad Saarowerin Inge Mertke, die leidenschaftlich gern zum Töpfern kommt. Sie hatte die Idee für die Neuanschaffung und ging persönlich bei möglichen Geldgebern Klinken putzen.
Mit Erfolg: Fast 8000 Euro sind von Groß- und Kleinspendern zusammengekommen. „Wir sehen hierin eine Wertschätzung unserer Arbeit und bedanken uns bei allen Spendern“, so Dorit Krüger. 6900 Euro hat der Ofen gekostet, der Rest wird für die Anschaffung von Zubehör verwendet. Eingeweiht wurde der Ofen am 2. Advent.

Kinder zahlen 4 Euro für zwei Stunden

Die Preise, die die Gäste fürs Töpfern bezahlen, sind seit Jahren mehr als christlich: Kinder zahlen für zwei Stunden 4 Euro, darin enthalten sind die fachmännische Betreuung, Ton, Farbe und das Brennen der kleinen Kunstwerke.
Zu den Stammgästen in der Saarower Kunstwerkstatt gehört Inge Mertke. Sie hat mit einer Sammlung dafür gesorgt, dass ein neuer Brennofen gekauft werden konnte. Am 2. Advent wurde er eingeweiht.
Zu den Stammgästen in der Saarower Kunstwerkstatt gehört Inge Mertke. Sie hat mit einer Sammlung dafür gesorgt, dass ein neuer Brennofen gekauft werden konnte. Am 2. Advent wurde er eingeweiht.
© Foto: Ruth Buder
Die Leidenschaft fürs Töpfern ist auch nach der Corona-Pause ungebrochen, freut sich Dorit Krüger. Sowohl in Bad Saarow als auch in der Keramikwerkstatt in Fürstenwalde, der Landtöpferei in Friedland und beim Töpfer-Mobil, die alle unter der Obhut des Vereins stehen, gibt es nach wie vor einen großen Zuspruch. Die durchschnittliche Teilnehmerzahl pro Jahr liege bei rund 5400 interessierten Töpfern. Dazu gehören vor allem Schulklassen, Senioren, Gäste aus anderen Orten und einheimische Künstler.
Nach dem Tod des Vereinsgründers Ralf Ullrich, der im September 2019 plötzlich verstorben war, stand der Verein auf der Kippe. Der Vorsitzende, der die Übersicht hatte und über die nötigen Kontakte verfügte, fehlte an allen Ecken und Enden. Engagierte Mitglieder haben den Verein gerettet. Heute kann Dorit Krüger einschätzen: „Wir verzeichnen in allen Bereichen eine positive Entwicklung.“

Verein hat zehn festangestellte Mitarbeiter

Wie sie arbeitet der gesamte dreiköpfige geschäftsführende Vorstand ehrenamtlich. Vorsitzender ist Christoph Gärtner, seine Stellvertreterin Simone Sonntag. Die ehemalige Unternehmerin Dorit Krüger ist für die Finanzen zuständig. Die zehn festangestellten Mitarbeiter, davon fünf mit einer pädagogischen Ausbildung, werden von verschiedenen Trägern finanziert, wobei ein hoher Eigenanteil erforderlich ist. „Genauso viele engagieren sich ehrenamtlich im Verein“, lobt Dorit Krüger.
Unter der Regie des Vereins steht auch der Schülerklub „Sonnenblume“ in der Trebuser Straße in Fürstenwalde und das alljährlich stattfindende Filmfestival in der Spreestadt. Jeweils montags bietet die Kunstwerkstatt Bad Saarow gemeinsam mit der Bibliothek Schulklassen an, sich kreativ zu betätigen. Zur Kunstwerkstatt im Saarow Centrum gehört ein Zeichenraum, wo wöchentlich Malkurse angeboten werden, jeden Freitag gibt es einen Kochkurs, die geräumige und modern eingerichtete Küche kann auch gemietet werden.
„Das alles ist nur möglich, wenn ansässige Unternehmer und Anbieter zusammenarbeiten“, denkt Dorit Krüger. So sei die großzügige Unterstützung der Kur GmbH bei Miete und Heizung sehr wichtig für die Geschäftsfähigkeit der Kunstwerkstatt im Saarow Centrum.