Jeden Vormittag war trafen sich die Zweieinhalb- bis Sechsjährigen, von 9.30 bis 10.30 Uhr, im Atrium der Kita. „Wir haben jeden Tag ein anderes Hauptthema in unserem Kreis kennengelernt“, sagte Kita-Leiterin Corinna Moritz. Speziell sei es um die Kinder in Afrika gegangen – wie die leben, zur Schule gehen und spielen. „Wir haben uns afrikanisches Spielzeug angesehen und nachgebaut“, erzählte Corinna Moritz. Spielzeug dort ist anders, meist ganz einfach: „Fußbälle sind aus zusammengeknülltem Zeitungspapier, mit einer Plastiktüte drum herum, die gut verschnürt wird.“ Oder die Trommeln, das afrikanische Haupt-Instrument: Als Spielzeug sind sie allenfalls alte Blechdosen, über die etwas Plastikfolie gespannt wird. Das ließ sich schnell nachbauen.
„Wir haben uns auch mit afrikanischen Liedern, Tänzen und Märchen beschäftigt“, sagte Corinna Moritz. Das Überraschende dabei: Märchen seien zum Teil den hiesigen ähnlich, nur dass afrikanische Tiere vorkommen. „Super war‘s“, meinte Francis Fonbah: „Die Kinder sind noch so klein, aber sie machen schnell mit.“ Jeden Tag sei die Beziehung besser geworden. „Eigentlich sind Kinder überall auf der Welt gleich.“ Francis Fonbah arbeitet im Euro-Camp am Frankfurter Helene-See. Ihn vermittelte die Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) nach Reichenwalde.