Wäre dies eine gültige Wahl, würde Angela Merkel zumindest nach Willen der Jugendlichen in Fürstenwalde Bundeskanzlerin bleiben. 23,4 Prozent aller Teilnehmer der U18-Wahl stimmten mit ihrer Zweitstimme für die CDU. Dahinter lag die SPD mit 17,2 Prozent der 1224 gültigen Stimmen.
Ähnlich sah es auch bei den Direktkandidaten im Wahlkreis aus, für die die Jugendlichen - wie bei der Bundestagswahl am 24. September - ihre Erststimme abgeben konnten. Angela Merkels Parteigenosse Martin Patzelt erhielt die meisten Kreuze (29,5 Prozent). Dahinter folgte Franz H. Berger von der SPD (16,8 Prozent). Bundesweit durften am Freitag Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren entscheiden, wem sie bei einer echten Wahl ihr Vertrauen schenken würden. Von Fürstenwalde Süd bis Heinersdorf standen dafür ab 10 Uhr an mehreren Stellen Wahlurnen parat. Drei mobile Wahlautos waren zudem an allen Schulen und zentralen Plätzen der Domstadt unterwegs. In diesem Jahr hatten die Organisatoren insbesondere die Grundschulen stärker einbezogen. "Die Beteiligung war fast drei mal so hoch wie 2013", zeigte sich Steffen Adam vom Jugendring bei der anschließend Wahlparty ab 18 Uhr im Jugendclub Nord begeistert. Damals hatten nur 476 unter 18-Jährige ihre Stimme abgegeben, der Großteil ebenfalls für die CDU. Deutlich geringer fiel der Prozentsatz dieses Mal für die NPD aus: statt 9,7 erhielten sie jetzt nur 3 Prozent.