Die 30 Arbeiten zeigen einen interessanten Querschnitt zur Arbeitsweise der sieben Künstlerinnen, die seit vielen Jahren in der Gruppe F8 ihrem Hobby Malerei nachgehen. Dabei lebt die Präsentation im Spreenhagener Ärztehaus (Friedhofsstraße 1) von der Unterschiedlichkeit sowohl der Motive als auch der Techniken und Ausdrucksformen. Gegenständliches wechselt sich mit Abstraktem ab, ebenso sparsame und überschwängliche Farbwahl. Die sieben Hobby-Künstlerinnen - Evelyn Pohle, Brigitte Gollnick (beide Fürstenwalde), Martina Bittner (Spreenhagen), Regina Bendig (Bad Saarow), Erika Theuer, Helga Kindler (beide Storkow) sowie Gitti Holzmüller (Lindenberg) - haben eine Bandbreite gewählt, die von Aquarell- über Ölmalerei bis hin zu Mischarbeiten reicht.
Ihre Werke, die im Vorjahr entstanden sind und zuletzt in Berlin in einer Volkshochschulfiliale zu sehen waren, sind dem Thema "Ruhe und Bewegung" gewidmet. Die Frauen sind gespannt, wie die Auswahl ankommt. Und so freuen sich die Frauen auf die Gespräche über ihre Arbeiten, zu denen heute Abend, bei der Vernissage, Gelegenheit ist. Ab 18.30 Uhr sind dazu alle Interessierten in das Ärztehaus eingeladen.
Die Gruppe F8 hat sich in der Brandenburger Kunst-Szene längst einen Namen gemacht. Schließlich gibt es den Zirkel bereits seit mehr als zehn Jahren. Zuerst trafen sich die Frauen in der Fürstenwalder Kulturfabrik, später wechselten sie ins Saarow Zentrum, wo sie heute jeweils am Donnerstag in der Werkstatt von Gerry Miller unter dessen Anleitung ihr Können erweitern. Zudem, so erzählt Martina Bittner, die die Ausstellung im Ärztehaus einst initiiert und auch heute für sie noch den Hut auf hat, ist ein Sonntag im Monat dem Malen gewidmet. Bisher setzten sich die Frauen bei diesem Termin mit ihrem Kurator und Lehrer Herwig Hofmeister zusammen. Aber jetzt hat sich der Berliner Künstler eine Auszeit von der Gruppe genommen. "Wir suchen dringend nach einem neuen Mentor", sagt die Spreenhagenerin. Sie sei zwar Kunstlehrerin, wolle aber nicht als solche fungieren, weil sie ja selbst noch dazulernen, ihre handwerklicher Fertigkeiten in den klassischen Techniken der Zeichnung, Aquarell- und Ölmalerei ausweiten wolle.
Übrigens ist F8 inzwischen weit mehr als ein Zeichenzirkel. Die Frauen verbindet eine Freundschaft, sie reden über die Ergebnisse ihrer künstlerischen Arbeit, gucken sich Ausstellungen an, verbringen so Teile der Freizeit mit einander. "Das hilft auch in persönlich schwierigen Zeiten", sagt Martina Bittner.