Wer wieder einmal Manegenluft schnuppern möchte – kann dies ab heute bis Montag im Zirkus Busch  auf dem Fürstenwalder Festplatz tun. Artistik, Clownerie und Tierdressuren gehören zum klassischen Programm. Höhepunkte sind die Wolkenschaukel, an der der junge Artist Benito ungesichert unter der Zirkuskuppel gewagte Tricks zeigt und das Todesrad, auf dem die Brüder Arena atemberaubende Stunts vollbringen. Aber auch Kamele, Büffel, Watussi-Rinder und edle Pferde sowie Appaloosa-Ponys werden in der Manege zu sehen sein.
Das Aufstellen des 14 Meter hohen, beheizten Zeltes, das Platz für 800 Besucher bietet, dauerte am Donnerstag trotz eingespielten Montageteams mehrere Stunden. "In den letzten Jahren ist es immer schwieriger geworden als Zirkus unterwegs zu sein. Plätze werden weniger, die Plakatierung eingeschränkt oder ist kaum noch bezahlbar", sagt Senior-Chef Georg Frank. Auch die Debatte von Tierschützern mache den Zirkusleuten schwer zu schaffen. "Aber-was wäre ein Zirkus ohne Tiere?" fragt sich Georg Frank, der mit seinem Familienunternehmen aus Riesa das Kulturgut  – vor allem für die Kinder – erhalten möchte. Zirkus ist sein Leben. 1943 wurde Frank in Friedland bei Neubrandenburg in einem Wohnwagen geboren. Seitdem gehört er zum fahrenden Volk und hat mit fünf Söhnen, einer Tochter, 18 Enkelkindern und 15 Urenkeln für reichlich Manegen-Nachwuchs gesorgt. "Alle sind dem Zirkus treu", sagt Georg Frank stolz.
Vorstellungen sind am Sonnabend 16 und 19.30 Uhr, Sonntag 15 und 18 Uhr sowie am Montag um 15 Uhr. Heute ist Premiere um 16 Uhr.