Der Ausbau von Gehwegen in Schöneiche soll fortgesetzt werden. Das haben die Gemeindevertreter auf ihrer Sitzung am vergangenen Mittwoch beschossen und die fortgeschriebene Prioritätenliste als Planungsgrundlage abgesegnet. Bürgermeister Ralf Steinbrück (SPD) betonte: „In der Liste stehen Maßnahmen, die unabhängig vom Straßenbau realisiert werden können.“ Welche Fußgängerwege auf die Liste kommen und in welcher Reihenfolge, darüber war im Vorfeld heftig diskutiert worden, weil der Bedarf an Neubau und Reparatur von Gehwegen in der Gemeinde weit größer ist.

Gehweg in Prager Straße mit Priorität

Im Umweltausschuss wurde deshalb der Entwurf noch einmal geändert, die Liste mit 11 Projekten durch drei weitere ergänzt und die Maßnahmen anders gewichtet: Auf Platz 1 steht nun nicht mehr die Erneuerung des westlichen Gehwegs der Geschwister-Scholl-Straße, sondern der Gehweg in der Prager Straße im Abschnitt zwischen der Potsdamer und der Ulmer Straße – auch mit Blick auf die geplante Weiterführende Schule. Auf Platz 2 und 3 finden sich Gehwege in der Watenstädter Straße und der Vogelsdorfer Straße.
Hinzugekommen sind das Projekt Bismarckstraße von der Brandenburgischen Straße bis zur Ortsgrenze, der Abschnitt Rahnsdorfer Straße vom Pyramidenplatz bis zum zur Parkstraße und Friedrich-Ebert-Straße mit dem Weg von der Friedrichshagener Straße zum Nebenzentrum. Die ausgewählten Projekte schließen vor allem Lücken zwischen vorhandenen Gehwegen, sind Wege zu öffentlichen Einrichtungen oder in Gebieten, die bislang schlecht für Fußgänger erschlossen sind.
Artur Pech (Die Linke) wollte wissen, ob beim Ausbau auch Wurzelsperren vorgesehen seien? Eine Frage, die nicht so einfach zu beantworten ist. „Wir kriegen den Konflikt Baum und Radweg nicht gelöst, da wo es schon alte Bäume gibt“, erklärte Ralf Steinbrück. „Wurzelsperren funktionieren nur dort, wo neue Bäume gepflanzt werden.“ Im Rahmen der jeweiligen Maßnahmen ist ein ökologischer Baubegleiter beteiligt. „Er schaut, ob alte Wurzel gekürzt werden können.“
Philip Zeschmann (UBS) kritisiert die Reihenfolge auf der Liste und plädierte dafür die Geschwister-Scholl-Straße und die Lübecker Straße auf Platz 1 und 2 zu setzen. „Das sind wichtige Verbindungswege im Ort.“ Er konnte sich mit seinem Änderungsantrag nicht durchsetzen.