Die beiden Schiffsführer Andreas Krenz und Gerhard Tauber haben ihre wärmedämmenden Kälteschutzanzüge mit eingearbeiteter Schwimmweste, die sie bei frostigen Einsätzen tragen, erst einmal an den Nagel gehängt. "Ein gutes Jahrzehnt ist es her, dass wegen geschlossener Eisdecke und 40 Zentimetern Dicke eine 90-tägige Schifffahrtssperre war", erinnert sich der Mitarbeiter Gordon Starcken. Der Eisbrecher ist einsatzbereit, fährt sich bis zum eventuellen Frosteinbruch  auf der Spree-Oder-Wasserstraße warm. Die Außenstelle ist für rund 100 Kilometer  Fluss- und Kanalstrecke zuständig. "Der Verantwortungsbereich erstreckt sich von Spreenhagen bis hinter Eisenhüttenstadt, wo der Kanal in die Oder mündet", erläutert Starcken.
Auf der Strecke gibt es vier Schleusen mit sieben Kammern, zwei Wehre und zwei Pumpstationen. Der Eisbrecher ist jetzt auf diesem Abschnitt unterwegs. Immer mehr Bäume am Ufer werden derzeit vom Biber angeknabbert und müssen aus Sicherheitsgründen von der Besatzung des Eisbrechers gefällt und entsorgt werden. Außerdem sind Unterhaltungsarbeiten nötig.