Die meiste Arbeit hatte der Hangelsberger Revierförster Guido Weichert. Der Leiter der Waldschule machte zu Beginn eine Führung durch den Walderlebnispfad. 70 Besucher nahmen an der zwei Kilometer langen Wanderung zum Thema Natur, Umwelt und Forstwirtschaft teil. Zwei Stunden lang ging es vom Bahnhof durch den Wald, vorbei an verschiedene Baumarten. Bestaunt wurden auch Maulwurfshügel und die Suhle der Wildschweine, und gezeigt wurde auch, wie Harz erzeugt wird. Etliche Quizfragen hatte Weichert vorbereitet. "Als Belohnung gab es Wissen", sagte er lachend. Kaum war er mit der Gruppe, vorrangig Hangelsberger, zur Waldschule zurückgekehrt, wurde gemeinsam Stockbrot über dem Feuer gebrutzelt. Gut an kamen aber auch Gegrilltes und Kuchen. Umweltschutzorganisationen vermittelten an Ständen viele Infos zum Wald. Präparierte Vögel wie der Waldkauz, Vogel des Jahres 2017, hatte man sich vom Tierpark Fürstenwalde besorgt.
Revierförster Weichert gönnte sich indes keine Pause: Viele Nisthilfen baute er mit Kindern wie Elias Ressler (12, Erkner). Da der Jagdverband Fürstenwalde die Bausätze für die Vogelhäuschen bereitstellte, konnte jedes Kind seinen Kasten kostenfrei mitnehmen. Beim Wettnageln hatten indes Maike Jäk und Zoe Reichel (beide 11, Hangelsberg) viel Spaß. Viele Kinder tobten übers Gelände, die Erwachsenen saßen entspannt in der Sonne. "Der Waldaktionstag ist wie der Öko-Film am Dienstag ein voller Erfolg. Beide Aktionen finden im Rahmen des Internationalen Tags des Waldes statt", sagte Marten Siebenthaler von der BI Pro Hangelwald strahlend. Die BI setzt sich für den Erhalt des Siedlungswaldes ein, den die Gemeinde zu Bauland machen will. Darüber wurde natürlich auch rege diskutiert, aber auch, wie der Waldaktionstag künftig etabliert werden kann.