Zum Volkstrauertag wurde im kleinen Rahmen  in Fürstenwalde der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. „Wegen Corona dürfen keine größeren Veranstaltungen stattfinden. Deshalb hat Pfarrer Kevin Jessa von der Domgemeinde angeboten, eine Andacht auf dem Waldfriedhof an der Hegelstraße für die Kriegsopfer zu halten. Kirchenmusikdirektor Georg Popp sorgte auf der Trompete für den musikalischen Rahmen.

Gestorben im Gefangenenlager

Die meisten der über 600 Toten auf dem Waldfriedhof sind erst nach dem Krieg an Typhus und Unterernährung gestorben, in dem Lager beim Pintschgelände, in dem während des Krieges Fremdarbeiter und Gefangene untergebracht waren. Stadtverordnetenvorsteher Uwe Koch und Bürgermeister Matthias Rudolph legten einen Kranz unter das große Holzkreuz.

Gedenken an die nächste Generation weitergeben

Zuvor besuchten die Beiden in aller Stille die Gedenkstätte für das Internierungslager Ketschendorf. „ Im Namen aller Opfer von Krieg und Gewalt, ist es nun unsere Aufgabe, das Gedenken an die folgende Generation weiter zu tragen“, sagte Uwe Koch. Auch Heide und Roland Schulze vom SPD-Ortsverein legten einen Kranz nieder.