Seit 24 Jahren ist Christa Krumbein die Ansprechpartnerin für die Händler, die sie früh morgens ab 6.30 Uhr in Empfang nimmt und ihnen den Platz zuweist. Die Marktmeisterin, die früher selbst Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt verkauft hat, übernahm die Tätigkeit 1992. Da sie gleich um die Ecke wohne, müsse sie nicht von morgens bis nachmittags präsent sein und werde ihre Tätigkeit deshalb wohl noch einige Jahre ausüben können, sagte die 75-Jährige, die mit fast allen Händlern per Du ist. Sie hat alle Höhen und Tiefen des Zehdenicker Wochenmarktes durchlebt und die leidige Diskussion, ob der Wochenmarkt wirklich auf dem Marktplatz stattfinden müsse. Vorübergehend hatte die Stadtverwaltung den Wochenmarkt auf den Platz an der Havel verbannt. Das kam bei den Händlern und Kunden gar nicht gut an. Nun ist auch nicht jeder Markttag gleich. Donnerstags kommen mehr Händler als dienstags, bei Sonnenschein sei das Interesse größer als bei Regen, Schnee oder Frost. Blumenhändler und Bäcker kämen bei den Kunden weniger gut an, als Fischer, Fleischer und Gemüsehändler. In der Regel acht Händler halten dem Zehdenicker Wochenmarkt seit Jahren die Treue und natürlich die Kunden aus Zehdenick und den umliegenden Dörfern. Die Zusammenarbeit mit dem städtischen Bauhof funktioniere gut. Pünktlich zum Marktstart präsentiere sich der Platz vor dem Rathaus bestens aufgeräumt, sagt Christa Krumbein.
Das Jubiläum hat die Marktgilde ein wenig gefeiert. Niederlassungsleiter Sebastian Stahl verteilte beim Glücksraddrehen Einkaufsbeutel, Schlüsselanhänger und Gutscheine an die Kundschaft. Möge sie dem Wochenmarkt noch lange treu bleiben.