Freitagmorgen fand die Bauabnahme statt, nachdem die letzten Gewerke die Gemeinschaftsunterkunft verlassen hatten, sagte Gabriele Buchholz, Fachdienstleiterin Soziale Dienste beim Landkreis Oberhavel. Buchholz führte am Nachmittag ebenso wie Fachbereichsleiter Matthias Kahl, dessen Stellvertreter und die Gleichstellungsbeauftragte Birgit Lipsky durch das Flüchtlingsheim. 45 Gäste - vorrangig Anwohner aus der Nachbarschaft, Verwaltungsmitarbeiter und Abgeordnete - waren zum Rundgang eingeladen worden.
Vier Wochen früher als ursprünglich geplant, werden Montagnachmittag die ersten 36 Asylbewerber erwartet. Sie reisen mit dem Bus aus Eisenhüttenstadt an, sagte Buchholz. Am Dienstag sollen weitere 31 Flüchtlinge ankommen, die übergangsweise in einem Lehrlingswohnheim in Oranienburg untergekommen waren. Elf Nationalitäten werden demnach noch vor Ostern das Haus am Karl-Marx-Platz beziehen. 15 von ihnen stammen aus Albanien, ebenso viele aus Serbien. Die meisten seien alleinreisende Männer. Unter den Flüchtlingen sollen aber auch sechs Kinder im Alter von zwei bis 17 Jahren sein.
Die Initiative "Willkommen in Gransee" hat derweil eine Aktion zur Renovierung des alten Hospitals an der Ruppiner Straße unweit der Asylunterkunft angeschoben. Das seit vier Jahren leer stehende Haus soll zu einer Begegnungsstätte für Granseer und Flüchtlinge werden. Das Amt stellt der Initiative das Gebäude zur Verfügung und trägt die Betriebskosten. Den Ausbau sollen Freiwillige übernehmen. Am zweiten Aprilwochenende werden täglich bis zu 40 Helfer gebraucht. Dazu und zu weiteren Aktionen zugunsten der Flüchtlinge haben Verantwortliche am Donnerstag während einer Informationsveranstaltung aufgerufen. In die Projekte sollen Asylbewerber so früh wie möglich eingebunden werden. (Seite 4)