Seinem Ärger über die halbfertig verlassene Baustelle des Kreisels in Zabelsdorf hat Ortsvorsteher Emil Beuth am Montagabend bei der Ortsvorsteher-Beratung in Zehdenick Luft gemacht. Wie das jetzt aussehe, könne es jedenfalls nicht bleiben. Das Innenleben des Kreisverkehrs wurde zum Teil abgetragen, in der Mitte steht noch Gestrüpp auf dem Erdhügel, Wurzelwerk ragt in alle Himmelsrichtungen. Die Stadtverwaltung Zehdenick möge sich darum kümmern, dass das in Ordnung gebracht wird, auch wenn es nicht die Baustelle der Stadt, sondern der Landkreis Oberhavel zuständig sei, forderte Beuth.

Löcher klaffen im Pflaster

Am Dienstagvormittag klafften auch noch Löcher in der Pflasterfläche, die den inneren Kreisel umgibt. Und als hätte seine Standpauke von Montagabend etwas gebracht, rückten doch tatsächlich zwei Bauarbeiter mit einer Steinsäge an. Was genau ihr Auftrag war, blieb unklar. „Wir haben uns so viel Mühe gemacht, um das Ortsbild zu verschönern und jetzt das“, versteht Emil Beuth den Landkreis als Auftraggeber nicht, warum die Baustelle nicht längst zum Abschluss gebracht worden ist. Wie das Innere des Kreisel gestaltet werden soll, auch darüber gebe es keinerlei Informationen. Beuth könnte sich vorstellen, das Innenleben wieder zu begrünen und in der Mitte eine Skulptur aufzustellen. Vielleicht auch ein alter Kahn könnte den Kreisverkehr schmücken. Oder es werden Ideen der Zabelsdorfer gesammelt, die ihre Vorschläge einreichen könnten. Für Dienstagnachmittag kündigte sich auch noch ein Mitarbeiter des Kreisbauamtes in Zabelsdorf an, der das Gespräch mit dem Ortsvorsteher suchte.

Baufirma hatte keine Leute

Der ganze Bauablauf brachte die Zabelsdorfer schon im August auf die Palme. Großspurig wurde die Baustelle mit drei Ampeln eingerichtet, danach passierte zehn Tage lang erst mal nichts. Angeblich hatte die Berliner Baufirma keine Leute, um mit der Umgestaltung des Kreisel zu beginnen, an dessen innerer Mauer des Öfteren größere Fahrzeuge hängen geblieben sind. Mittlerweile ist die Mauer verschwunden, ein flacher, notfalls auch überfahrbarer Bordstein hat den Kreisel deutlich entschärft. Bis wann die angekündigten Restarbeiten erledigt sein werden, darüber ist wenig bekannt. Nur soviel: Für die Arbeiten muss der Kreuzungsbereich nicht erneut für den Verkehr gesperrt werden. Ursprünglich sollte das Vorhaben in drei Wochen abgeschlossen sein. Pünktlich zum Ferienende soll alles fertig sein, dieser Termin war nach den anfänglichen Verzögerungen nicht zu halten.