Im Haus Kokon in Gransee leben 24 suchterkrankte Menschen miteinander und werden 24 Stunden rund um die Uhr von den Betreuern beaufsichtigt. Es wird ihnen geholfen, ein suchtmittelabstinentes, weitestgehend selbstbestimmtes und sinnerfülltes Leben zu führen. Genau hier macht Melissa Torzewski, eine Schülerin aus der zehnten Klasse der Werner-von-Siemens-Oberschule Gransee, dieses Jahr ihr zweiwöchiges Praktikum.

Ihre Mutter arbeitet auch im Haus Kokon

„Es macht mir Spaß, mit den Menschen zu arbeiten und ihnen zu helfen“, sagte Melissa. Da sie schon früher mit ihrer Mutter, die ebenfalls in dem Haus arbeitet, mitgekommen sei, fiel ihr es auch leicht, sich einzufinden. Schon nach einer Woche können die Bewohner nur positiv über die Praktikantin berichten, zu der sie auch sagten, dass sie immer sehe, wenn es was zu tun gibt. Die Aufgaben der jungen Schulzendorferin bestehen zum Beispiel darin, bei der Hauswirtschaft mit zu helfen, wie etwa das Essen vorbereiten oder die Wäsche machen. Dies ginge ihr, wie auch andere Sachen, leicht von der Hand. Weiterhin sagte sie: „Es ist ein entspanntes Arbeitsklima, da alle sehr freundlich und offen mit mir umgehen. Außerdem gibt es hier immer etwas zu tun“. „Der erste Eindruck von Melissa war sehr positiv. Da ich sie ja auch schon kannte, freute ich mich schon auf das Zusammenarbeiten mit ihr“, sagte ihre Chefin, Jaqueline Gerstendörfer.

Bewohner feiern ein Fest

Weiterhin erläuterte Gerstendörfer, dass Melissa sehr wissbegierig und humorvoll sei, wodurch sie auch schnell von den Bewohnern akzeptiert wurde und sich mit ihnen anfreundete. Im Kreativraum des Hauses Kokon hilft Melissa außerdem mit bei den Vorbereitungen für das Halloweenfest am 9. Oktober. Dieses Fest wird zusammen mit dem Oktoberfest gefeiert, quasi eine Mischung aus Halloween und Oktoberfest. Bei diesem Fest schmücken die Bewohner das Haus mit Halloween-Deko und essen Brezeln. Dabei mischen sie verschiedene Bräuche, die man eigentlich zu diesen verschiedenen Festen durchführt. Auf jeden Fall macht es der Praktikantin Spaß und Freude, den Menschen zu helfen und dort mit ihnen zu arbeiten. Vielleicht kann ja das Team vom Haus Kokon irgendwann einmal eine neue Mitarbeiterin begrüßen.