Die Ausbildungsoffensive Zehdenick, ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Zehdenick und der Exin-Oberschule, wird es auch in diesem Jahr wieder geben. Trotz Corona werde man an diesem Format festhalten und keine digitale Form des Austausches wählen. Es sei der Wunsch vieler, vor allem kleinerer Unternehmen, den Kontakt mit Interessenten um einen Ausbildungsplatz zu suchen, von Angesicht zu Angesicht unter Einhalt eines strengen Hygienekonzeptes, kündigten Schulleiter Karl-Heinz Jünger und Wirtschaftsförderin Uta Kupsch am Donnerstag an. Die kleine Ausbildungsmesse, die sich als Ergänzung zur großen Zehdenicker Lehrstellenbörse versteht, findet am 17. November ab 12.30 Uhr statt. Sie gibt vor allem sehr kleinen Firmen die Chance, sich um Nachwuchs zu kümmern. Allerdings werden auch einige größere Betriebe wieder mit von der Partie sein.

Überwältigende Resonanz bei der Akquise

Die Resonanz sei überwältigend gewesen. „Es hat richtig Spaß gemacht, die Unternehmen für die Ausbildungsoffensive zu akquirieren“, berichtete Uta Kupsch. So sei es sogar gelungen, noch mehr Betriebe für die Teilnahme zu gewinnen. Mit den Agrargesellschaften Bergsdorf und Wesendorf seien diesmal auch zwei Arbeitgeber von sogenannten Grünen Berufen vertreten. Erstmalig ist auch das Georg-Mendheim-Oberstufenzentrum Zehdenick unter den Ausstellern. Das OSZ wird für die Abitur- und Fachabiturausbildung in Zehdenick werben und seine beruflichen Bildungsgänge vorstellen.

Umzug in die Turnhalle ermöglicht Einhaltung der Abstandsregeln

Um die notwendigen Abstandsregeln einhalten zu können, zieht die Ausbildungsmesse vom Schulgebäude in die benachbarte Turnhalle um. Dort ist nicht nur ausreichend Platz für die 20 Aussteller, sondern auch für jeweils 70 Schüler und deren Eltern. Um das Ganze noch weiter zu entzerren, wird es zwei Durchgänge geben. Teilnehmen werden die 9. und 10. Klassen der Exin-Oberschule und erstmalig auch die 12. Klasse des Beruflichen Gymnasiums Zehdenick. Denn auch unter angehenden Abiturienten gebe es durchaus Interessenten an einer Ausbildung in Zehdenick. Jeder Schüler hat die Möglichkeit, sich bei zwei Firmen vorzustellen. Darüber hinaus ist es vorgesehen, noch einen Termin für eine Betriebsbesichtigung zu vereinbaren, um diese näher kennenzulernen und womöglich das Gespräch mit Azubis zu führen. Auch das ist neu. Denn voriges Jahr fand dieses zweites Gespräch in der Schule selbst statt, fand aber nicht die gewünschte Resonanz.

Am 1. Dezember wird Betriebsluft geschnuppert

Deshalb haben die Schüler am 1. Dezember ab 13.30 Uhr Gelegenheit, Betriebsluft zu schnuppern und vielleicht sogar schon einen Praktikumsplatz festzumachen. Bei der Ausbildungsoffensive gehe es einmal mehr darum, die Jugendlichen in der Region zu halten, wenn sie ihren Schulabschluss in der Tasche haben. Wenn sie der Region den Rücken kehren, gingen sie der Stadt verloren. Dabei seien vor allem Handwerksbetrieb vor Ort auf Nachwuchs dringend angewiesen, erläuterten die Initiatoren ihr Konzept.