Wie der Stadtverordnete Raimund Aymanns (Pro Fürstenberg) während der Ratssitzung erklärte, habe die Landesregierung im Rahmen einer kleinen Anfrage der Freien Wähler im Landtag den Fürstenbergern diesbezüglich Hoffnung gemacht. Kommunen könnten danach die Öffnung einer Oberschule beim Landkreis beantragen. Vorausgesetzt, sie würden den notwendigen Bedarf unter Berücksichtigung umliegender Kommunen nachweisen können.
Das Stadtparlament fasste deshalb bei zwei Enthaltungen den Beschluss, Bürgermeister Robert Philipp (parteilos) möge prüfen, "ob der Bedarf für die Errichtung der Oberschule durch die Möglichkeit der Einbeziehung von Schülern aus Nachbarorten" nachzuweisen ist. Dies sei auch in anderer Hinsicht wichtig, denn der Landkreis müsse in seiner Schulentwicklungsplanung die Notwendigkeit einer Fürstenberger Oberschule ausdrücklich formulieren. "Wenn wir in Oranienburg aber sagen können, wir haben neue Zahlen, die den Bedarf einer Oberschule untermauern, kann der Landkreis umgestimmt werden", warb Aymanns.
Die Linke hatte einen Änderungsantrag einbringen wollen, in dem der Landkreis aufgefordert wird, mit dem Landkreis Uckermark Gespräche aufzunehmen, um eine "gemeinsam genutzte Oberschule in Fürstenberg/Havel" zu schaffen. Andreas Intress (Die Linke) zog den Antrag aber vor dem Hintergrund der Zustimmung für den Antrag von Pro Fürstenberg zurück. Olaf Bechert (CDU) erklärte, der Pro-Fürstenberg-Antrag "macht Sinn", er bekomme seine Unterstützung. Lothar Kliesch (Fraktion Vielfalt) wies darauf hin, dass die einstige Gesamtschule nicht mehr betrieben, aber offiziell nie geschlossen wurde. Er unterstütze daher den Antrag von Pro Fürstenberg, der Änderungsantrag gehe in die falsche Richtung.