Sechs der elf Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zehdenick haben im Januar neue Dienst- und Schutzbekleidung bekommen. Jeder der insgesamt 80 Kameraden erhielt je einen neuen Satz Einsatz- und Dienstbekleidung bestehend aus Jacke und Hose.
„Die Vorbereitungen für die Beschaffung haben bereits im zweiten Halbjahr 2019 begonnen. Aus einer Gruppe von Kameraden aus den verschiedenen Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr entstand die Arbeitsgruppe ,Schutzbekleidung’. Diese ließ sich von sechs Herstellern die jeweils verfügbare Dienst- und Schutzbekleidung erklären und vorführen“, erläuterte Stadtbrandmeister Gerd Leege das umfangreiche Verfahren zur Beschaffung der Ausrüstung.

Hersteller stellten Muster zur Verfügung

Nachdem eine Vorauswahl getroffen worden war, wurden durch vier Hersteller Muster für einen sogenannten Tragetest zur Verfügung gestellt. Dafür stellten diese mehrere Sätze der Bekleidung für einen festgelegten Zeitraum zur Verfügung. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe konnten diese dann unter realistischen Bedingungen im Einsatz und während der Ausbildung testen.

Corona-Pandemie verzögert die Lieferung der Bekleidung

Nachdem die Entscheidung gefallen war, wurde Mitte 2020 der Auftrag für die Lieferung der neuen Dienst- und Schutzbekleidung durch die Verwaltung der Stadt Zehdenick erteilt. Auch im Falle der Beschaffung bekam die Feuerwehr die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren, so dass die Lieferung der Schutzbekleidung erst in der ersten Januarwoche 2021 abgeschlossen werden konnte.

Bis 2022 sollen alle Kameraden die neue Ausrüstung erhalten

Am 18. Januar erfolgte die Ausgabe an die Löschgruppen Badingen, Bergsdorf, Klein-Mutz, Mildenberg, Marienthal und Zabelsdorf. In 2021 und 2022 sind weitere Beschaffungen vorgesehen. Ziel sei es, bis 2022 alle Kameraden mit der neuen Dienst- und Schutzbekleidung auszurüsten, erklärte Leege. Die neue Bekleidung lässt sich die Stadt Zehdenick allein in diesem Jahr 100.000 Euro kosten.

AG „Brandschutz“ erweist sich als nützlich

An diesem Beispiel habe sich erneut gezeigt, welche positiven Auswirkungen die Tätigkeit der Arbeitsgruppe (AG) „Brandschutz“ auf die Kooperation zwischen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zehdenick und der Verwaltung habe, denn auch die AG beschäftigte sich intensiv mit der Beschaffung.
Die AG „Brandschutz“ setzt sich aus Mitgliedern der Feuerwehr, der Verwaltung und einzelnen Mitgliedern der Stadtverordnetenversammlung zusammen. Ziel der AG ist es, Themen und Probleme aus dem Bereich Brandschutz im Detail auf ihre Notwendigkeit zu prüfen, zu diskutieren, zu beraten und zu hinterfragen, bevor es in die weiterführenden Ausschüsse der Stadtverordnetenversammlung geht.