Völlig unbefriedigend empfinden mehrere Steinförder, dass der Weg zum Peetschsee in der Hochsaison für Urlauber, zumal für wilde Camper, nicht gesperrt war. Uwe Kittler brachte seinen Ärger darüber während der jüngsten Ratssitzung deutlich zum Ausdruck. Zumal völlig unklar sei, wer für diese Straße eigentlich Verantwortung trägt, die Forstbehörde oder die Kommune.
Kittler, der einst der Bürgerinitiative Brandenburger Wald angehörte und sich einmal mehr in Rage redete, erinnerte, dass die Förster der Oberförsterei Steinförde den Weg beim Holzeinschlag im Winter „ruiniert“ hätten.
Das Pflaster sei von den schweren Zugmaschinen der Forstmitarbeiter herausgerissen worden. Und dann die Sache mit der Waldbrandwarnstufe: Es hätten Urlauber den Weg mit ihren Fahrzeugen benutzt, als höchste Brandgefahr herrschte, ärgerte sich Kittler.

Forst wollte Weg übernehmen

Bürgermeister Robert Philipp (parteilos) erwiderte, demnächst gebe es einen Vor-Ort-Termin diesbezüglich mit wichtigen Entscheidungsträgern der Forst, Steinfördes Ortsvorsteher Holger Schwarzer, der Vorsitzenden des Stadtparlamentes, Ilona Friedrich und der Stadtverwaltung. Dann könnte einiges geklärt werden.
Philipp erklärte außerdem, die Piste sei nicht im Plan der Kommune enthalten, der die Instandsetzung von Gemeindestraßen betrifft. Das Problem dabei sei aber, dass die Landesforst zwar den Weg einst in ihre Obhut übernehmen wollte. Aus naheliegenden Gründen. Die Stadtverordnetenversammlung hatte sich seinerzeit aber dagegen ausgesprochen. Also bleibe die Piste zum Peetschsee in kommunaler Verantwortung. Um den Weg zu sperren, müsste einstweilen mit der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises gesprochen werden, die eine Genehmigung erteilt in solchen Fällen.

Deutsche machen Urlaub im Fürstenberger Seenland

Kittler ließ sich nicht besänftigen.„Wir fackeln unsere Wälder ab, oder hinterlassen allen Unrat, und keiner macht was, alle Behörden reden sich heraus“, rief er. Philipp betonte, man habe sich in den vergangenen Wochen in einer Ausnahmesituation befunden. Viele Deutsche machten wegen Corona in Deutschland Urlaub, auch im Fürstenberger Seenland.
Und auch in Bereichen, wo man normalerweise keinen Urlaub machen sollte. Bei solch einer Situation sei eine befriedigende Lösung, die alle Interessen berücksichtigt einfach unmöglich. Über Ranger verfüge die Kommune nicht, daher müsse man mit dem Naturpark und der Landesforst kooperieren, wenn es um sensible Naturbereiche gehe. Dies funktioniere auch durchaus, betonte der Bürgermeister.