Auch die Granseer Verwaltung war sehr aktiv, was das Organisieren von Impfterminen für Senioren angeht. Dabei habe die Aktion schon einigen Vorlauf gehabt, wie es in einer aktuellen Pressemitteilung heißt.
Bereits am 11. Januar dieses Jahres seien über 80-jährigen Senioren angeschrieben worden. Mehr als 750 Betroffene seien auf diesem Weg ausführlich über den Ablauf bei der Vereinbarung eines Impftermins im Impfzentrum des Landkreises informiert worden. In dem Schreiben sei ferner mitgeteilt worden, dass die Verwaltung sich dafür einsetzt, dass auch im Norden Oberhavels eine Impfstelle eingerichtet wird. Der Plan sei zumindest teilweise aufgegangen, indem ab nun ab sofort innerhalb von drei Wochen 600 Impfdosen für das Amt Gransee und Gemeinden, Zehdenick, Löwenberg und Fürstenberg in der Klinik in Gransee verabreicht werden können – in der Klinik. Jede Kommune erhält also 150 Impfdosen, 50 pro Woche.
Seit Montag telefonieren nun Elke Ulbrich, Julia Dinse und Elena Mischke mit allen Senioren, angefangen mit den Ältesten. Eine große Herausforderung stellte das Herausfinden der Telefonnummern dar. Hierbei halfen die Ortsvorsteher, die ehrenamtlichen Bürgermeister, sowie die Vorsitzende des Seniorenbeirates, Astrid Tonne, indem sie sich auf den Weg gemacht haben und bei den Senioren an der Haustür geklingelt haben.

Dankbarkeit bei den Betroffenen

„Während der Gespräche mit den Senioren habe ich viel über sie erfahren, auch welche Anstrengungen bereits unternommen wurden, um einen Termin im Impfzentrum zu erhalten. Die Senioren haben sich echt gefreut, dass sie angerufen wurden und ganz unkompliziert einen Termin erhielten“, wird Elke Ulbrich, Büroleitung Fachbereich Finanzen, Bauen und Liegenschaften, zitiert.
Elena Mischke, die Büroleiterin des Amtsdirektors sagte: „Ich habe versucht den Senioren am Telefon das Gefühl zu gegeben, dass sie für uns sehr wichtig sind und habe gerne ihren vielfältigen Erfahrungen und Lebensweisheiten gelauscht“.
„Ich hätte nie gedacht, dass sich die Senioren so sehr über unseren Anruf freuen. Viele sind so dankbar, dass sie endlich einen Impftermin bekommen. Und dann auch noch in Gransee. Das macht mich mit glücklich.“ so Julia Dinse, zuständig für die Ratsarbeit.

Innerhalb von drei Tagen 100 Termine vereinbart

Innerhalb von drei Tagen haben die Kolleginnen rund 600 Senioren angerufen und 100 Impftermine für diese und nächste Woche vereinbart. Von den 600 sind 140 sind bereits geimpft, 20 haben in den nächsten Tagen einen Termin im Impfzentrum und nur die Wenigsten haben sich gegen eine Impfung entschieden.
„Mit der Entscheidung alle Senioren persönlich anzurufen haben wir ins Schwarze getroffen. Die Senioren auf der anderen Seite der Leitung haben sich sehr über die freundlichen und geduldigen Stimmen der Kolleginnen vom Amt gefreut und sind für den persönlichen Kontakt sehr dankbar“, so Amtsdirektor Frank Stege. „Wir konnten dadurch den älteren Menschen ein wenig Zuversicht und Nähe vermitteln und genau dafür schlägt unser Herz“, sagte der Amtsdirektor.
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