Routiniert haben Einzelhändler in der Granseer Innenstadt auf die jüngste Verschärfung der Eindämmungsverordnung reagiert, die am kommenden Montag in Kraft tritt.
So erklärt Katy Hinz, die mit ihrem Mann Roland, den hoch frequentierten Mini-Supermarkt „Nah und Gut“ in Gransees Stadtzentrum führt, dass man praktisch schon seit März so arbeitet, wie es die jüngsten Beschlüsse für den Einzelhandel vorsehen. 25 Quadratmeter pro Person, dies sei man der aktuellen Situation auch verpflichtet zurzeit und man halte dies auch für angemessen: „Wir haben deshalb von Anfang an die Anzahl der Kunden im Laden stark reduziert“, betont Katy Hinz. Etwa indem nur 13 beziehungsweise elf Einkaufswagen zur Verfügung stehen, damit die Leute nicht zu dicht stehen.

Viele Kunden schieben keinen Einkaufswagen

Ihr Fazit lautet daher: „Für uns ändert sich nichts, wir haben von Anfang an strikte Maßnahmen durchgeführt.“ Seltsam sei hingegen, dass es einige Leute gibt – und das nach so vielen Monaten – die den Ernst der Lage noch immer nicht kapiert hätten: „Da gehen einige Kunden permanent durch den Laden, ohne einen Wagen zu schieben“, berichtet die Einzelhändlerin. Wenn das jeder machen würde, würde es ein Gedränge wie zu normalen Zeiten geben. Das Gleiche bei den Masken: „Es gibt welche, die sich partout nicht an die Maskenpflicht halten oder die Maske so aufsetzen, dass der Mund-Nase-Schutz keinen Sinn hat“, ärgert sich die Händlerin.
Petra Fähnrich betont ebenfalls, von Anfang an die besonderen Maßnahmen berücksichtigt zu haben. Es sei dem Einzelhändler auch nichts anderes übrig geblieben, wollte man eine Schließung vermeiden. Und weil ihr Geschäft „Zum Guten Tropfen“ ohnehin nur sehr klein ist, dürfen die Kunden voraussichtlich nur noch einzeln eintreten, wenn es mehrere Leute gibt, die ihre Einkäufe tätigen wollen. „Das Wichtigste bleibt die Gesundheit“, betont Petra Fähnrich.
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.