Ehrengast war Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Guido Beermann (CDU). "Von dem Gesundheitszentrum werden alle profitieren. Gransee stärkt mit diesem Standort seine Innenstadt und bündelt gleichzeitig mehrere medizinische Angebote an einem Ort", stellte der Minister fest. Gerade in einer ländlichen Region mit vielen älteren Menschen sei die gesundheitliche Versorgung wichtig. Mit der Bündelung der drei europäischen Fonds für regionale, ländliche und soziale Entwicklung gebe es die Möglichkeit, die Zusammenarbeit zwischen Städten und Umlandgemeinden zu unterstützen und die Lebensbedingungen für die Menschen zu verbessern sowie die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu steigern. Wenn Zweifel am europäischen Gedanken bestünden, könne anhand solch praktischer Beispiele seine Bedeutung für die Allgemeinheit veranschaulicht werden.
Eine Premiere für Gransee sei der Architektenwettbewerb gewesen, der 2017 Ausgangspunkt für die heutige Konzeption des Vorhabens war, erinnert der stellvertretende Amtsdirektor Nico Zehmke. Das Projekt füge sich in das Konzept der städtebaulichen Zielplanung von Gransee perfekt ein, wonach es unter anderem darum geht, gewachsene Strukturen zu erhalten und auszubauen und nicht zuletzt  eine bedarfsgerechte Vorsorge für die Bevölkerung zu treffen.
Wichtigstes Projekt der Stadt
"Ich erlebe, dass der Zuspruch für Grnsee als Lebens- und Arbeitsort größer wird, da spielt das Gesundheitszentrum eine wichtige Rolle", ergänzte Bürgermeister Mario Gruschinske (SPD). Gransee bereite aktuell noch weitere Projekte vor, sagte er mit Blick etwa auf das Klosterensemble und den als Jugendclub vorgesehenen Bahnhof. Aber: "Das Gesundheitszentrum steht unter unseren Projekten klar auf Platz eins." Und mit der nunmehr vollzogenen Grundsteinlegung werde das Vorhaben erstmals auch plastisch erlebbar, zumal das Ganze hoffentlich schon in Kürze deutlich in die Höhe wachsen werde.
Das Projekt Gesundheitszentrum wird von der Stadt Gransee, vertreten durch das Amt Gransee und Gemeinden, in Kooperation mit dem Medizinischen Versorgungszentrum der Oberhavel-Kliniken geplant. Neben einem Hörgeräteakustiker wird es künftig vier Arztpraxen geben. Eine internistische Praxis  werde künftig im Gesundheitszentrum genauso zu finden sein, wie eine gynäkologische und eine urologische Praxis. Ein Psychotherapeut und eine Physiotherapeutin bieten dort ebenfalls ihre Dienstleistungen an, der GIB e.V. eröffnet ein Beratungsbüro. Bereits bei der Übergabe der Fördermittel im Januar dieses Jahres konnte die Amtsverwaltung verkünden, alle Praxen schon vermietet zu haben.
Durch den Einbau eines Fahrstuhls wird das Gesundheitszentrum barrierefrei. Für Krankentransporte wird es eine Tordurchfahrt geben. Auch Pkw-Stellplätze sind im Innenhof vorgesehen.
Die Gesamtinvestitionskosten für das ambitionierte Projekt belaufen sich auf mehr als 4,1 Millionen Euro. Rund 2,2 Millionen Euro davon werden von der Europäischen Union bereitgestellt, aus Städtebaufördermitteln stellen der Bund und das Land Brandenburg knapp 418 000 Euro zur Verfügung. Die nötigen Eigenmittel der Kommune belaufen sich auf rund 1,47 Millionen Euro. Das Gesundheitszentrum soll im Juni kommenden Jahres fertiggestellt sein.