Ihre Begeisterung für Lieder afroamerikanischen Ursprungs übertrugen die Sängerinnen und Sänger schon mit dem ersten Song auf die rund 40 Gäste: "Soon and very soon". Rhythmisches Klatschen und Schnippen wurden im einstündigen Konzert zu ständigen Begleitern, und bei "Highway to Heaven" übertönten trommelnde Finger auf Kirchenbänken fast den Gesang des Chors.
"Wer hoch hinaus will, muss nach oben blicken", sagten sich 2013 einige Falkenthaler Enthusiasten und gründeten einen Förderverein, wohl wissend, dass ihr Ziel - die Sanierung der Kirche - nicht auf einer Schnellstraße zu erreichen ist. Inzwischen haben sie 10 000 Euro gesammelt, brauchen aber 270 000 Euro, um den Fachwerkaufbau und die Treppen zu erneuern. Doch Peter Hanschmann, Vorsitzender des Vereins, ist zuversichtlich und hofft auf Fördergelder des Landes Brandenburg.
In einem Gespräch mit dem scheidenden Pfarrer Hans-Joachim Vanselow vereinbarten seinerzeit Chor und Kirchgemeinde die Benefizveranstaltung zur weiteren Sicherung des erforderlichen Eigenanteils.
Am Ende des Konzerts musste Peter Hanschmann erst den lang anhaltenden Applaus abwarten, um den Frauen und Männern des Chors für ihre uneigennützige Hilfe danken zu können. Die ließen noch einmal die Stimmung hochkochen mit "Let my people go" und "Down by the riverside".
Als Peter Hanschmann das gespendete Geld zählte, traute er seinen Augen nicht und zählte erneut: Stolze 212 Euro bringen die Falkenthaler wieder ein Stück näher an die Wolken.