Drei Jahre lang stand ein Bauzaun vor dem alten Spritzenhaus in Glambeck. Drei Jahre lang mussten die Glambecker auf dem Weg zur Kirche einen kleinen Umweg machen, denn der Giebel des kleinen Spritzenhauses galt als einsturzgefährdet und war vorsichtshalber abgesperrt worden. Jetzt ist der große Bauzaun weg. Nur ein kleiner versperrt den Zutritt noch, weil das Tor fehlt. Das alte Tor aus DDR-Zeiten kommt nicht wieder rein. Ein neues, aus alten Materialien, kommt an seine Stelle. Eine Griebener Firma übernimmt das.

DDR-Putz abgeschlagen

Überhaupt hat der Denkmalschutz in Glambeck ganz genau hingeschaut. Vielleicht, weil das unscheinbare Häuschen neben der Kirche, schnell zu übersehen ist. Dabei ist es, neben dem Gotteshaus, das einzige Gebäude in der 120-Seelen-Gemeinde, das unter Denkmalschutz steht. Es wurde wohl um 1845 gebaut. So sieht es auch aus. Das heißt, jetzt sieht es wieder so aus. Der graue DDR-Putz ist abgeschlagen worden und die Front ist mit alten märkischen Ziegelsteinen ausgebessert worden. Auch das Dach ist wieder dicht und hat Biberschwänze mit Patina erhalten. „Dabei haben uns Spender geholfen, mit den Steinen und den Ziegeln, die von einer alten Scheune stammen“, sagt Glambecks Ortsvorsteherin Hilde Peltzer-Blase.

Statt Grillplatz ein Lager

Insgesamt 20.000 Euro kamen für das Spritzenhäuschen zusammen. Geld floss von der Gemeinde und der Kirche ins Projekt, genauso wie Mittel aus dem Denkmalschutzprogramm des Landkreises, nicht zu vergessen die Spenden von alten Steinen und Dachziegeln. „Ich wollte gern einen Grillplatz daraus machen“, sagt Hilde Peltzer-Blase, weil die Wiese hinter dem Häuschen und der Kirche immer für Feste und Feiern genutzt wird – zumindest, wenn nicht gerade Corona alles durcheinander wirft. Gegen den Grill legte allerdings der Denkmalschutz sein Veto ein. „Jetzt wird ein Lager aus dem Häuschen und wir können endlich die Sachen wieder aus der Sakristei der Kirche holen“, so die Ortsvorsteherin. Sachen wie Tische, Bänke, Stehtische, Kaffeemaschinen. Eben alles, was so für Veranstaltungen notwendig ist. Hier geht es also endlich voran.

Endlich Parkplätze vor dem Friedhof

Außerdem freut sich Hilde Peltzer-Blase darüber, dass der Waldfriedhof, der idyllisch etwas außerhalb des Ortes liegt, endlich einen kleinen Parkplatz hat. „Das Tor war irgendwann einfach weg, der alte Zaun wurde einfach ein paar Meter nach hinten verlegt. Jetzt können hier drei Wagen stehen.“ Nun muss niemand mehr halb auf der Straße parken, um seine verstorbenen Angehörigen zu besuchen. Zudem gibt es nun einen ordentlichen Zaun, plus neuem Tor. Peltzer-Blase: „Seit zwei Wochen ist alles fertig.“