Die Umsetzung des Digitalpakts in den Grundschulen der Stadt Zehdenick kommt trotz der großen Herausforderungen der Corona-Krise nur sehr schleppend voran. Die Realisierung des Vorhabens in diesem Jahr hat die Stadt offenbar schon abgeschrieben, wie aus dem jüngsten Bericht zum Stand der Auswertung zum Haushalt 2020 hervorgeht.

Fördermittelantrag muss erst eingereicht werden

Der geplante Haushaltsansatz für diese Vorhaben liegt bei 217.800 Euro, dazu kommen noch Haushaltsreste aus dem Vorjahr in Höhe von 145.200 Euro. Von den insgesamt zur Verfügung stehenden Mitteln in Höhe von 363.000 Euro wurden bisher lediglich 3272,50 Euro ausgegeben. Derzeitig werde der Fördermittelantrag, der bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) bis zum 30. September dieses Jahres einzureichen ist, vorbereitet. Zur Antragserarbeitung wurde seitens der Stadtverwaltung die Unterstützung einer externen Firma hinzugezogen. „Alle Vorbereitungen seitens der Stadt wurden getroffen“, heißt es in dem Bericht der Verwaltung, der den Stadtverordneten zu ihrer Sitzung am morgigen Donnerstag vorgelegt wird.

Umfangreiche Vorbereitungen sind zu treffen

Dem Förderantrag für Ausstattungsinvestitionen der Schulen muss die Kommune ein technisch-pädagogisches Einsatzkonzept, eine Bestandsaufnahme bestehender und benötigter Ausstattung sowie eine bedarfsgerechte Fortbildungsplanung für die Lehrkräfte beilegen.
Nach der Bewilligung des Fördermittelantrags sollen die entsprechenden Ausschreibungen durchgeführt werden, damit wird ab Anfang 2021 gerechnet. Die Übertragung von Haushaltsgeldern ins Jahr 2021 ist geplant.
Was für die Schulen noch Zukunftsmusik ist, scheint in der Stadtverwaltung selbst besser zu laufen. Die Digitalisierung der Arbeitsabläufe schreitet dort weiter voran. Mit der Einführung der elektronischen Rechnung in der Finanzsoftware „proDoppik" wurde begonnen. Diese soll nach aktueller Zeitplanung im zweiten Quartal kommenden Jahres abgeschlossen werden. Zudem soll bis Oktober dieses Jahres eine Lizenz für das Behördenpostfach angeschafft werden, das unter anderem elektronische Rechnungen weiter an die Finanzsoftware leitet, aber auch zum Austausch von Mails mit Behörden, wie zum Beispiel mit. Gerichten, dienen soll.

Elektronisches Behördenpostfach vor Einführung

Das Behördenpostfach bietet nach Darstellung der Stadtverwaltung die Besonderheit, dass es ein Sicherheitsverfahren bei der Registrierung beinhaltet, bei welchem der Absender nachweisen muss, dass es sich wirklich um diese jeweilige Behörde handelt, sodass Missbrauch künftig gänzlich ausgeschlossen werden kann. Eine neue Lizenz für einen Virenscanner war außerdem bis August anzuschaffen. In den Kindertagesstätten sollen Zeiterfassungsgeräte angebracht werden, ähnlich wie in der Kernverwaltung, sodass das analoge Führen von Zeiterfassungsbögen durch die Beschäftigten nicht mehr notwendig ist. Für den Zeitraum September/Oktober sei die Einrichtung eines Bewerberportals vorgesehen, das es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung Zehdenick erlaubt, elektronische Bewerbungen zu verarbeiten.