Dr. Dirk Lorenzen (ÖDP) schlug vor, für Brandenburg den Klimanotstand auszurufen, Stefan von Hundelshausen (FDP) regte ein "kluges Management" an, um die Energieversorgung sicher zu stellen. So sollten sich die Windräder ständig drehen, um mit dem Strom Wasserstoff als speicherbare Energiequelle herzustellen. Carla Kniestedt (Bündnis 90/Grüne) sah eine "Infolücke", diese Technologie sei weiter, als der Bürger es wisse. Andreas Büttner (Die Linke) verwies auf die Ziele seiner Partei, bis 2030 aus der Braunkohle auszusteigen. Annett Polle (CDU) mahnte, man solle "im Kleinen, vor der eigenen Haustür" anfangen. Harald Engler (BVB/Freie Wähler) regte an, die Energie des Solar-Kraftwerks bei Groß Dölln zu nutzen; damit könnten 36 000 Haushalte versorgt werden.
Einig waren sich bis auf Lorenzen (ÖDP) die Kandidaten mit ihren Zuhörern, dass das Bergrecht antiquiert sei und erneuert werden müsse. Lorenzen meinte hingegen, es müsse mit dem Bergrecht gegen die Gasförderung argumentiert werden.
Zwei Fragen konnten nicht beantwortet werden. Eine junge Frau wollte wissen, wie die Kandidaten die Gasförderung in Russland rechtfertigen. Die zweite stellte Prof. Dr. Christian von Hirschhausen, an der TU Berlin im Fachbereich Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik tätig, der seit einigen Jahren Bürgerinitiativen wissenschaftlich begleitet. Er war mit dem Fahrrad von Berlin nach Zehdenick gekommen und wollte wissen, wann der Ausstieg aus der Gasförderung komme. "Eigentlich habt Ihr schon gewonnen. Die Förderung ist ökonomisch überflüssig", sagte er.