Die gute Nachricht vorab: In Großmutz wird am Sonnabend, 24. Oktober, wieder das beliebte Drachenfest steigen. Doch für den Rest des Jahres sieht es trübe aus mit gemeinsamen Veranstaltungen. Corona macht auch hier viele Pläne zunichte. Alle geplanten Senioren-Advents-Kaffee-Tage fallen aus, teilt der Großmutzer Ortsvorsteher Dietmar Euhus am Montag mit. „Der Gemeinderaum ist dafür zu klein, um die Abstandsregeln einhalten zu können“, bedauert Euhus.

Eine Tradition schwankt

Zum „Senioren-Grillen“ konnte im August immerhin eingeladen werden. „Das fand unter freiem Himmel statt. Es kamen fast 20 Leute zum Grillen auf die Freifläche“, so Euhus. Unklar sei noch, ob es wieder den traditionellen Großmutzer Adventskalender geben wird, bei dem sich ab 1. Dezember täglich vor einem anderen Hof oder Haus gemeinsam getroffen und ein Türchen geöffnet wird. „Darüber wollen wir Mitte Oktober entscheiden“, sagt der Ortsvorsteher. Die Tendenz gehe aber eher in Richtung Absage, so Euhus.

Joggen und Müll sammeln

Es gibt aber Aktionen unter freiem Himmel, bei dem Abstand möglich ist. Plogging zum Beispiel. Dabei geht es ums Joggen und Müll sammeln. Aus Schweden schwappte dieser neue Fitnesstrend auch nach Brandenburg. Die „Großmutzer Wiesenflitzer“ laden zu so einem Plogging-Lauf am 26. September nach Großmutz ein. „Um 10 Uhr geht es vor dem Gemeindehaus los“, lädt die Initiatorin Katja Entrich ein. Jeder könne mitmachen, etwas für die Fitness und die Sauberkeit tun.

100 Kilometer entlang der Ostsee

Vor zwei Jahren fanden sich die ersten Wiesenflitzer. „Ich bin immer gern gelaufen und andere haben gesagt, wie würden das auch gern machen, aber nicht allein“, sagt Katja Entrich. Also habe sie einen Zettel aufgehangen und zu Mittwoch um 18 Uhr zum gemeinsamen Laufen eingeladen. Mit Erfolg. Mittlerweile hat sie 20 Mitläuferinnen und Mitläufer oder Walker. Bei Mittwoch, 18 Uhr, ist es geblieben. Regelmäßig gehen sie auf die Strecke. Am kommenden Wochenende trauen sich Katja Entrich und Viktoria Niere aus Löwenberg noch eine Extratour zu: eine 100-Kilometer-Wanderung. Entrich: „Wir haben dafür 24 Stunden Zeit. Ich bin gespannt.“ Die Strecke führt über den Ostseeweg und ist ein Rundkurs mit Start und Ziel im Heilbad Bad Doberan.“