Das neue Gemeindezentrum von Seilershof kann sich sehen lassen. Der ehemalige Dorfkonsum, Hauptstraße 40a, wurde umfangreich umgebaut – mit Sanitärräumen und einer überdachten Terrasse. Am Freitag wurde das Bauwerk offiziell seiner Bestimmung als Treffpunkt im Ort übergeben. Ganz nebenbei entstand auf dem rückwärtigen Teil des Grundstücks ein Spielplatz mit Seilbahn, einer Spielkombination, Federwipptieren, einem Trampolin und einer Nestschaukel.

Ehrenamt und Sponsoren ermöglichten neue Bushaltestelle

Amtsdirektor Frank Stege überreichte Ortsvorsteher Heinz-Dieter Kakuschke den symbolischen Schlüssel. „Ich freue mich nicht nur über das neue Gemeindezentrum, sondern ich möchte mich auch für das ehrenamtliche Engagement bedanken“, sagte Stege mit Blick auf die neue Bushaltestelle, die vor dem Gemeindezentrum direkt an der Hauptstraße liegt. „Die ist nicht besser als das Gemeindezentrum, aber mithalten kann sie“, so Stege. Das Wartehäuschen war nicht Teil der beauftragten Bauarbeiten, sondern wurde durch ehrenamtliches Engagement und Sponsoren ermöglicht – seitens der Feuerwehr, des Romméclubs, Andreas Wolf sowie Dachdecker Wuthnow aus Dannenwalde. Auch für die Zelteinhausung der Terasse fanden sich derartige Unterstützer.

Zusammengehörigkeitsgefühlt betont

„Wir haben uns einen tollen Tag für die Übergabe ausgesucht“, sagte Bürgermeister Mario Gruschinske (SPD) angesichts des bevorstehenden Einheitsjubiläums. „Auch dabei geht es um Zusammengehörigkeit“, so der Bürgermeister. Mit dem neuen Gemeindezentrum könne nun das noch besser werden, was im Ort augenscheinlich schon sehr gut funktioniert. „Und vielleicht bringt es auch Leute zusammen, die bis jetzt noch nichts miteinander zu tun hatten“, so Gruschinske weiter. Von ihm konnte der Ortsvorsteher einen Beamer als Geschenk entgegennehmen. Das war keine Überraschung, es war vielmehr als ausdrücklicher Wunsch aus Seilershof signalisiert worden.

Ein Baum soll noch gepflanzt werden

Ganz komplett ist das Areal des Gemeindezentrums indes noch nicht. Darauf wies Kakuschke hin. Geplant sei noch, einen Baum zu pflanzen. Nicht irgendeinen, sondern ein Nadelgehölz, das in der Vorweihnachtszeit festlich geschmückt werden kann. Dafür wurde bei der Eröffnungsfeier auch noch gesammelt.

Zahlen und Fakten


Mit der Planung und Bauüberwachung ist das Architekturbüro „Das Krüger-Manzke-Werk aus Fürstenberg beauftragt worden. Bei den Planungen haben die Bauverwaltung des Amtes und der Ortsbeirat mitgewirkt.

Mit der Bauausführung wurden vorwiegend Handwerksfirmen aus dem Norden Oberhavels beauftragt, aber auch aus Löwenberg, Kremmen und Wittstock.

Das Projekt wurde vom Land Brandenburg und der EU mit einer Anteilsfinanzierung in Höhe von zirka 75 Prozent gefördert.

Die Herstellungskosten beliefen sich auf insgesamt rund 450 000 Euro.

Der erste Spatenstich erfolgte am 30. Oktober 2019. mhe