Vor einigen Jahren habe Andreas Uckerts Sohn seinen Vater von der Seite angeguckt, als sie gemeinsam den Mafia-Streifen "Die Unbestechlichen" guckten, ebenfalls mit Sean Connery in der Hauptrolle. ""Du siehst aus wie er', hat er zu mir gesagt", erzählt Andreas Uckert. Ein Satz, der ihm nicht mehr aus dem Kopf ging.
Er habe Fotos von dem Schauspieler ausgedruckt, sie minuziös mit eigenen Porträts verglichen. Wie steht's mit den Ohren, wie mit der Nase, wie mit den Augen? Das Ergebnis: "Wir ähneln uns zu 97 Prozent", sagt Andreas Uckert. Die restlichen drei Prozent werden je nach Figur nachgeschminkt. Etwas dichtere Augenbrauen entstehen, Wimpern werden mit Tusche versehen, der Bart bekommt schwarze Einfärbungen. Am Ende scheint nicht Andreas Uckert vor einem zu stehen, sondern der Franziskaner-Mönch William von Baskerville.
Bisher lote er seine Fähigkeiten als Sean Connery-Doppelgänger noch aus, sagt der Autodidakt. Er lernt Textpassagen, übt Mimik und Gestik, guckt die Filme immer wieder und immer wieder. Es komme auch schon mal vor, dass er in seiner Verkleidung einkaufen gehe oder auf dem Fahrrad durchs Dorf fahre. "Eine interessante Erfahrung", sagt der 57-Jährige.
Auf den großen Ruhm, wie ihn sein Vorbild bereits erfahren hat, warte er aber noch. "Ich bin gespannt, wie sich das weiterentwickelt", sagt Andreas Uckert. In diesem Jahr werde er zum ersten Mal auf einer Betriebsfeier als Sean-Connery-Double auftreten. Einen hat er mit seinem Doppelgänger-Hobby schon angesteckt: Sein Sohn Denis hat sich während des Tages des offenen Ateliers ebenfalls verkleidet. Als Harrison Ford.