Gleichzeitig haben die Niederländer Mitte April beim Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) einen neuen Antrag eingereicht, der sich zurzeit in der Prüfung befinde, wie Dr. Thomas Höding, Dezernatsleiter beim LBGR, bei einer Veranstaltung der Linken am Mittwoch in Zehdenick vor rund 50 Zuhörern erklärte. Ausgespart bleiben nun die hochsensiblen Schutzgebiete im Norden und Nordosten des Untersuchungsgebietes. Der ursprüngliche Antrag vom 24. März 2014 hatten die Niederländer zurückgezogen, der die Grundlage für die Beteiligung von 21 Trägern öffentlicher Belange war. Sieben davon meldeten erhebliche Bedenken an den geplanten Probebohrungen an.
Das Ergebnis der Trägerbeteiligung sei daraufhin mit dem Antragsteller erörtert worden. Es sei ihm klargemacht worden, dass die Erlaubnis nicht erteilt werden könnte. Das zeigte Wirkung: Der neue Antrag umfasst nun eine um mehr als die Hälfte reduzierte Fläche: Statt auf 908 soll nun nur noch auf 368 Quadratkilometern nach Kohlenwasserstoffen gesucht werden. Das gesamte Prozedere beginnt nun von vorn, was die Trägerbeteiligung anbelangt.
Höding widersprach sich hartnäckig haltenden Gerüchten, wonach bei der Erdgasförderung das umstrittene Fracking zur Anwendung kommen werde. Nach allem, was die Geologie über das Erdgasfeld aufgrund von Unternehmung aus DDR-Zeiten wisse, befinde sich das Gas in Sandstein-Poren in Tiefen von bis 5 000 Metern und könne ohne Stimulation mit konventioneller Technik gefördert werden. Solle der jetzige Antrag genehmigt werden, dürfte frühstens in fünf Jahren mit Probebohrungen begonnen werden.Weitere fünf Jahren würden vergehen, bevor Erdgas tatsächlich gefördert wird. (Seite 5)