Er begrüßte den Künstler Bernd Friedrich, den er als "experimentellen Bruchdrucker" vorstellte und der zuvor eigene Arbeiten in der Eremitage zeigte.
Friedrich berichtete über seine Arbeit und erläuterte einige seiner Werke dem interessierten Publikum. Die meisten Arbeiten hätten nur eine Auflage von ein bis vier Exemplaren, er behält immer eines für sich, denn: "Ich hänge an meinen Bildern".
Für das Bild "Tanzwut" hat er den entsprechenden Artikel aus Mayers Konversationslexikon von 1906 kopiert und entsprechend graphisch bearbeitet. Seine wertvollsten Werke hatte Friedrich extra für die Finissage mitgebracht. Diese Einzelexemplare durften die Besucher nur mit Cellophanpapier anfassen. So ist das Buch "Weiß auf Weiß" eigentlich ein rund vier Meter langes Leporello. Aktuelle Blätter zeigen die Schrift "Bauhaus" in der Schriftart, wie sie am Bauhaus erfunden wurde.
Bernd Friedrich wurde 1946 in einem Dorf in der Altmark geboren, machte in Berlin sein Abitur mit einem technischen Metallberuf; nach Stationen in Dresden und Berlin arbeitete er als Kunstlehrer. In den 80-ern arbeitete er als Maler und Grafiker, wurde Lehrer in einer Druckwerkstatt. Bis 2009 unterrichtete er an einem Gymnasium als Kunstlehrer. Frühzeitig studierte Friedrich Kunsterziehung in Dresden und Berlin. Seit 1981 ist er freiberuflicher Maler/Graphiker mit eigener Lithographiewerkstatt. 1991 baute er eine Buchdruckwerkstatt auf und gründete die Minipresse "BFS Edition Berlin". Er ist Mitglied des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK). Mit seinen Arbeiten war er kontinuierlich in Ausstellungen in Deutschland, Europa, den USA und dem Nahen Osten vertreten, so auch an der Schau "Schönste deutsche Bücher" der Stiftung Buchkunst Frankfurt/Main. (wg)
Die Eremitage zeigt ab 6. April Grafiken von Roland Berger.