Pfarrerin Ruth-Barbara Schlenker segnet vom Christenlehre-Wagen nicht nur das vor sich sitzende Brautpaar, sondern mit großer Geste hin und wieder auch alle Schaulustigen an den Straßenrändern.
Bitteren Ernst verkörpert eine Mädchengruppe im Kostüm des schwarzen Todes. Dagegen waren einst auch die Kirche und die Pestdoktoren machtlos: Die Seuche hat im Mittelalter und bis in die Neuzeit gewütet. Im 17. Jahrhundert fielen ihr in der Umgebung 200 Menschen zum Opfer, wissen die Mädchen kundzutun: das ganze Dorf Großmutz.
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Moderne landwirtschaftliche Fahrzeuge von imposanter Größe bahnen sich ihren Weg über die gesperrte Bundesstraße. Die traditionellen Traktoren gibt es daneben natürlich auch. Zwei Trabis mischen sich in die Menge. Für das größte Hallo sorgt freilich eine große Gruppe, die auf dem Wagen an noch gar nicht so alte Zeiten erinnert: In der Landwirtschaft arbeitende Frauen und Männer haben allen Grund zum Feiern. Sie haben ihr Plansoll um 100 übererfüllt, wie die DDR-Parole auf dem Anhänger kenntlich macht.
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Bevor am Hain mit Blasmusik und Familienrallye weitergefeiert wird, tut Moderator Matthias Bonk auf einem Feuerwehrfahrzeug als Napoleon einen schweißtreibenden Dienst. Seine Liste ist unvollständig, weil mehr Wagen und Mitläufer gekommen sind als erwartet, aber er behält lachend den Überblick und weiß über jeden ein freundliches Wort zu sagen. Das ist bei diesem schönen Umzug leicht.