Ob die Fläche des Grabes, die Ruhezeit, die durchschnittliche Fallzahl im Jahr oder die umlagefähigen Kosten – eine Vielzahl von zu berücksichtigenden Faktoren mache die Berechnung durchaus komplex, so der für Grünflächen und Friedhöfe zuständige Bauamtsmitarbeiter Sebastian Honl. Simpel ist lediglich die Ruhezeit. Einheitlich wird sie mit 20 Jahren festgelegt, statt wie bisher nach Erd- und Urnenbegräbnissen zu differenzieren.
In Ausnahmefällen günstiger
Die Anpassung der Gebührensätze bedeutet für die Bürger, dass sie in der Regel mehr zahlen müssen als bisher. In der Kernstadt Gransee kostet künftig ein Einzelwahlgrab 900 statt 700 Euro, ein Doppelwahlgrab aber 1 300 statt 1 400 Euro. Ein Reihengrab schlägt mit 800 statt 600 Euro zu Buche. Eine Urnendoppelstelle kostet 680 statt 350 Euro. Nur eine leichte Erhöhung ergibt sich dagegen bei der anonymen Urnenstelle von 500 auf 550 Euro. Die anonyme Sargstelle, bislang für 1 000 Euro zu haben, verbilligt sich geringfügig. Neu aufgeführt sind in der Satzung künftig unter anderem Sternenkinder-, Erdrasen- sowie Baumgrabstätten. Abweichende Gebührensätze gelten für die kommunalen Friedhöfe in den Ortsteilen. Hier erhöht sich beispielsweise die Gebühr für ein Einzelwahlgrab von 350 auf 540 Euro.
Die Kosten, die der Stadt jährlich im Bereich der Friedhöfe entstehen, belaufen sich auf zirka 71 000 Euro, davon 54 000 Euro für die Granseer Anlage (allein 52 600 Euro fürs Personal) und 5 100 Euro für die Trauerhalle sowie 9 300 Euro für die Friedhöfe der Ortsteile zuzüglich 2 300 Euro für Trauerhallen dort. Letzteres ist vor allem hohen Abschreibungen geschuldet.  Durchschnittlich 75 Bestattungen gebe es in Gransee pro Jahr.
Die MItglieder des Finanz-, Sozial- und Kulturausschusses empfahlen die neue Satzung den Stadtverordneten einstimmig zum Beschluss. Eine Diskussion um die neue Gebührensätze gab es nicht.

Der rechtliche Rahmen


In Deutschland besteht ein auf die maßgebliche Ruhefrist zeitlich begrenztes Nutzungsrecht an der Grabstätte.

Die entsprechenden Gesetze sind Sache des Bundeslandes.

Die Bestattung ist eine hoheitsrechtliche Pflichtaufgabe der Kommune, die sich nach dem jeweiligen Bestattungsrecht regelt.

Auf der Grundlage der Friedhofsgesetze erlassen die Kommunen und Religionsgemeinschaften ihre Friedhofsordnung. Hier ist geregelt, wie und wie lange Grabstätten genutzt werden dürfen, gegebenenfalls in gesonderten Gebührenordnungen sind die fälligen Nutzungsgebühren definiert. red