Zum letzten Angeln in der Saison trafen sich am Sonnabend 18 Angler vom Angelverein Badingen am Badinger Stich zum Spinnangeln. Und um vorweg einen Irrtum auszuschließen: Beim Spinnangeln verwenden die Angler keine Spinnen als Köder, Spinnangeln bezeichnet eine Methode. „Beim Spinnangeln verwenden wir künstliche Köder, die kleine Beutefische vortäuschen“, sagt Frank Bartel vom Vorstand.

Der Köder muss ständig in Bewegung gehalten werden

Damit eigne sich das Spinnangeln nur für Raubfische – wie Hechte, Zander, Forellen oder Barsche. Um sie anzulocken, müsse der Köder ständig in Bewegung sein „das heißt Auswerfen, Einholen, Auswerfen, Einholen…“, schildert Bartel diese sehr aktive Angeltechnik.

Auf den Tonstichen funktioniert das nur vom Wasser aus

Da die Ufer dieser Restwasserteiche wegen des dichten Bewuchses nur schwer zugänglich sind, wird von Booten aus geangelt. Mehr als zehn Kähne dümpeln an diesem Nachmittag auf den ehemaligen Tonstichen, aus denen Berlin erwuchs; allein die Badinger Stiche umfassen mehr als 44 Hektar, sie sind bis zu zwölf Meter tief, schätzt Frank Bartel. Und da es keine Caprifischer sind, werfen sie auch keine Netze aus, sondern lassen ihre Angeln immer wieder ins Wasser schnellen.

Die Philosophie des Angelsports

„Wenn du als Angler einen Fisch fängst, ist es immer Zufall“, fasst Bartel die Philosophie seines Hobbys zusammen. Genau wie seine Angelfreude schätzt er die Ruhe und die Entspannung auf dem Teich. Und genau wie seine Kumpel hat auch er sein Hobby vom Vater übernommen: „Er hat uns im Alter von zehn Jahren zum Angeln mitgenommen, uns alles gezeigt und erklärt“. Und da im Lande alles seine Ordnung hat, werden auch die „entnommenen“ Fische im Fangbuch eingetragen.
Der Landesverband der Angelvereine sorge dafür, dass immer wieder neue Brut eingesetzt werde. Die Gefahr, dass die Teiche leer gefischt werden, sei somit ziemlich gering.