Die Friedhofssatzung der Stadt Zehdenick ist eindeutig, wenn es um die Ruhezeiten auf allen Friedhöfen der Kommune geht: Die Ruhezeiten für Leichen betragen 25 Jahre, die für Aschen 15 Jahre. Und dennoch: Wenn Angehörige sich nicht mehr um die Pflege der Gräber kümmern können, werden in begründeten Einzelfällen auch schon mal Ausnahmen gemacht, stellt Dirk Wendland als Vize-Bürgermeister fest. Weniger als 20 Jahre bei Leichen werden allerdings nicht akzeptiert und bei Asche gibt es offenkundig überhaupt keine Ausnahmen. Notfalls müssten Angehörige eben Dritte mit der Grabpflege beauftragen, stellt Wendland klar.

Vorzeitige Beräumung nur im Einzelfall

Anlass, über dieses Thema zu berichten, ist die Nachfrage einer 81-Jährigen, die sich aus gesundheitlichen Gründen um die Grabpflege nicht mehr kümmern kann. „Der Bürger kann als Ausnahme einen Antrag auf eine vorzeitige Beräumung stellen, dieser wird im Einzelfall nach den vorliegenden Gründen entschieden. Hierbei zählt der Nachweis zur Pflegebedürftigkeit“, gilt ein solcher Grund sehr wohl als Ausnahme von der Regel.

Es gilt das Bestattungsgesetz Brandenburg

Wobei die Ruhezeit entsprechend des Paragrafen 32 des Brandenburgischen Bestattungsgesetzes von mindestens 20 Jahren bei Erdbestattungen und bei Urnen von 15 Jahren einzuhalten sei. „Der Nutzungsberechtigte hat eine Pflege der Grabstätte über die Nutzungsdauer abzusichern. Man kann die Pflege auch an einem Dritten übertragen, um die Umsetzung der Friedhofssatzung zu gewährleisten“, stellt Wendland auf Nachfrage klar.