Aber auch sonst ist hinsichtlich des Friedhofs einiges neu in diesem Jahr. So sind nach entsprechenden Beschlüssen der Gemeindevertreterversammlung eine neue Friedhofsordnung und eine neue Friedhofsgebührensatzung in Kraft getreten. Verbunden damit sind für die Nutzer Preissteigerungen für den Erwerb des Nutzungsrechtes an Grabstätten. Aber auch die Möglichkeit, teilanonyme Sarg- und Urnengrabstätten auf dem einzigen kommunalen Friedhof in der Gemeinde Sonnenberg – die Friedhöfe der übrigen Ortsteile Sonnenbergs befinden sich in der Zuständigkeit der Kirche – zu erwerben, wird jetzt berücksichtigt.
So sind vorerst sechs teilanonyme Sarg- sowie 50 Urnenreihengrabstellen in Rauschendorf vorgesehen. Auf einem Stein erfolgt die namentliche Kennzeichnung, der in diesem Bereich Beigesetzten. Eine punktuelle Zuordnung der individuellen Begräbnisstätten ist aber nicht möglich. Vollständig anonyme Grabstellen sind dagegen nicht vorgesehen. Insgesamt sei der Bestandsplan etwas reduziert worden, um auch die Baumreihe problemlos mit der Hebebühne erreichen zu können.
Für teil­anonyme Urnengrabstätten werden für 20 Jahre 930 Euro berechnet, für teil­anonyme Sarggrabstätten 1 290 Euro. Die Preise für Einzelwahlgrabstätten steigen von 300 Euro (für 25 Jahre) auf 490 Euro (für 20 Jahre). Die Ruhefristen wurden aufgrund des Brandenburgischen Bestattungsgesetzes geändert. Eine Urnengrabstätte für zwei Urnen kostet künftig 350 statt 250 Euro. Die Ruhefrist wurde hier nicht verändert, jedoch gibt es bei Urnenstellen nur noch welche für bis zu zwei oder bis zu vier Urnen. Die noch in der alten Satzung aufgeführten Einzel- und Dreiervarianten wurden abgeschafft. Auch klassische Reihengrabstellen finden sich in der neuen Friedhofssatzung nicht mehr – mangels Nachfrage in der Vergangenheit, wie es seitens der Verwaltung hieß. Die ausführliche Gebührentabelle wurde im Amtsblatt bekanntgemacht.
Betont wird, dass es sich bei den vorgelegten und beschlossenen Zahlen um kostendeckende Gebühren handelt, wie sie gemäß gesetzlicher Vorgaben für einen Zeitraum von maximal zwei Jahren zu ermitteln sind. Was aber wurde bei der Kalkulation alles berücksichtigt? Eine Rolle spielten laut Granseer Amtsverwaltung die für die jeweiligen Grabstellen benötigte Grundfläche, die Ruhezeit, der Durchschnitt der Sterbefälle der vergangenen Jahre, wie viele Grabstellen tatsächlich in Anspruch genommen wurden, der Aufwand für die Pflege und umlagefähige Kosten für die Unterhaltung. Die alte Gebührensatzung war mehr als zehn Jahre alt. (mhe)