Das Musikfest Liebenberg 2019 verwandelte die überregional bekannte Gutsanlage am Wochenende dank der DKB-Stiftung in ein naturbelassenes Musikinstrument. Freilich gekrönt von Wortbeiträgen, vorgetragen durch Prominente wie den Dramatiker Rolf Hochhuth und weniger Prominente wie Schülerinnen der Literatur-Werkstatt Cottbus, einer Arbeitsgemeinschaft, die sich "Goldfedern" nennt. Ganz zu schweigen von originellen, dem weiten Feld mitreißender Formulierungen verpflichteten Poetry-Slam-Autoren aus Berlin. Auch der Zeit-Autor Cornelius Pollmer war zu Gast. Vor nicht allzu langer Zeit hatte er auf dem Roten Sofa in Himmelpfort, einer Literatur-Matinee im Norden Oberhavels, Platz genommen.
Musiker spielen auf
Musiker des Künstler-Netzwerkes Podium Essen sorgten in der Landschaft oder in der Scheune für Klangwolken. Damit alles den Hörer ausgewogen erreichte, dafür sorgte einer der angesehensten Tonmeister in Berlin und Brandenburg, Jörg Schwenzer, in Fürstenberg zu Hause.
Was die Protagonisten einte, war vor allem der Jubilar märkischer Literatur: Theodor Fontane. Dessen Romanfigur Effi Briest zog sich wie ein roter Faden durch die Mischung aus Konzerten, Vorträgen und Diskussionen – so wie die violetten Bänder den Weg durch den Park zu den Event-Bühnen wiesen.
Folgerichtig war das Ganze überschrieben mit "Ein weites Feld – Fontane, Frauen und Musik". Nicht der schönen Künste wegen oder poetischer Worte zuliebe. Thematisiert wurde nämlich die Rolle und die Position der Frau in der heutigen Zeit – immer getragen vom ästhetischen Anspruch und der Sinnlichkeit, die Musik ausstrahlen kann. Fontane hätte ganz sicher seine helle Freude daran gehabt.

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Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf.

Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf. Und am Ende steht ein Kürzel. kürzel