Durch Zufall haben Ina Feyer, Tobias Löschner und Alexandra Dabbert Kontakt zu Helfern im Hochwasserkrisengebiet Nordrhein-Westfalen bekommen. Leute aus Lohmar meldeten sich auf der Suche nach einer Ferienwohnungen bei Familie Feyer in Mildenberg. Die Suchenden, so stellte sich heraus, organisieren die zentrale Flutopfer-Hilfe in Lohmar mit. So entstand die Idee, für Zehdenick einen Aufruf zu starten, um die Aktion zu unterstützen. Tobias Löschner hatte vorher schon Kontakt zu dem Fuhrunternehmer Ulf Bischoff aus Bernau, der sich bereit erklärt, die Spenden unentgeltlich ins Krisengebiet zu transportieren. Eine wichtige Voraussetzung, um überhaupt einen Spendenaufruf zu starten.

Fuhrunternehmer stellt Fahrzeuge zur Verfügung

„Dank Ulf Bischoff, Inhaber von Bischoff Event Service & Transport, können wir unseren Spendenaufruf nun ganz groß verkünden! Er stellt uns, egal wie viel zusammen kommt, das nötige Transportmittel kostenfrei zur Verfügung und kümmert sich dann darum, dass die Sachen in der Jabachhalle in Lohmar ankommen. Von dort werden die Spenden an alle Betroffenen und Helfer verteilt“, teilte Ina Feyer auf Facebook mit. Jetzt muss alles ziemlich schnell gehen, nur noch bis Sonnabend können Spenden bei Familie Feyer in Mildenberg abgegeben werden, damit der Konvoi ins Katastrophengebiet gleich am Montag starten kann. Je nach dem, wie viele Sachspenden zusammenkommen werden, können diese auch vorübergehend auf dem Gelände des Ziegeleiparks in Mildenberg, wo Tobias Löschner arbeitet, untergestellt werden.

Helfen Sie mit

Spendenkonto Hochwasserhilfe
Landkreis Märkisch-Oderland, IBAN: DE39 1705 4040 0020 0662 95, Stichwort: Spenden Hochwasserhilfe 2021

Von der Kabeltrommel bis zur Babywindel wird alles gebraucht

Dringend benötigt werden Kabeltrommeln, Campinglampen, Camping- und Gaskocher mit Kartuschen, Taschenlampen, Batterien, Feuerzeuge, Schubkarren, Schaufeln, Besen, Arbeitshandschuhe, Gummistiefel, Schlammpumpen, Aggregate, Getränke, Trinkwasser, Kanister, Eimer, aber keine roten, damit werden die Leichenfunde markiert, Bautrockner, Töpfe, Baulampen, Babynahrung, Windeln, große Kartons, Gummiabzieher für Boden und Fenster, Thermoskannen, Decken, Bettwäsche, Reinigungsmittel, Schrubber, Lappen, Konservendosen und Dosenöffner, Hygieneartikel aller Art, Sanitätszeug wie Pflaster und Verbände. Bitte keine Kleidung, Möbel und Kopfkissen.

Abgaben der Sachspenden direkt in Mildenberg

Abgegeben werden können die Spenden bis Freitag, 23. Juli, in der Zeit von 13 bis 18 Uhr sowie am Sonnabend von 10 bis 16 Uhr bei Familie Feyer, Ziegelei 30 im Zehdenicker Ortsteil Mildenberg in der Nähe des Radfernweges Berlin-Kopenhagen. „Wir bitten darum, dass nicht jeder allein mit dem Pkw kommt. Wenn Ihr Freunde, Bekannte oder Familienmitglieder habt, die auch gerne spenden möchten, schließt euch zusammen, packt ein Auto voll und kommt vorbei!“, heißt es im Aufruf.

In Zehdenick bereits die Geschäfte um Unterstützung gebeten

Bereits am Mittwoch hat Anja Steinleger in Zehdenick die Geschäfte abgeklappert und um Sachspenden gebeten. Unter anderem stellen die Apotheken Verbandszeug zur Verfügung, außerdem habe sich Anke Moldenhauer vom Rewe-Markt an der Falkenthaler Chaussee in Zehdenick bereit erklärt, auch in ihrem Markt einen Sammelpunkt für Spenden einzurichten.
Am Montagmorgen soll dann der Konvoi von Mildenberg aus ins rund 650 Kilometer entfernte Krisengebiet starten: entweder mit einem Kleintransporter und einem 40-Tonner, je nach dem, wie viele Spenden in Zehdenick zusammenkommen werden. Tobias Löschner und Ina Feyer wollen den Transport privat begleiten, um von unterwegs aus zu berichten. Wer noch Fragen zur Sammelaktion hat, kann sich auch gerne mit ihnen telefonisch in Verbindung setzen. Tobias Löschner ist unter 0152 56024577 zu erreichen, Ina Feyer unter der 0178 7835745.
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