Immer wieder ist vom Ausbau von Straßen und Gehwegen in und um Zehdenick die Rede, kürzlich erst von den Vorhaben in Klein-Mutz und Kappe. Es werden asphaltierte Straßen und barrierefreie Gehwege mit guter Beleuchtung angelegt.

Angeblich fehlt das Geld für den Ausbau

„Für die Anwohner ist das sehr erfreulich. Für mich und einige andere Anwohner der Zehdenicker Gartenstraße wäre es dringend notwendig, auch hier endlich mal den Zustand zu verbessern – aber dafür fehlt angeblich das Geld“, ärgert sich Gartenstraßen-Anwohnerin Christa Kähler schon lange über den schlechten Zustand von Straße und Gehwegen vor ihrem Haus. Die Gartenstraße gilt mittlerweile als eine der schlechtesten Anwohnerstraßen Zehdenicks. Doch eilig hat es die Stadtpolitik nicht damit, den Zustand zu verbessern.

Förderprogramm für den Norden Zehdenicks

„Vor Jahren hieß es, dass jetzt der vernachlässigte Zehdenicker Norden an der Reihe wäre, Gelder würden bereitgestellt. Aber unsere Hoffnung, den katastrophalen Zustand unserer Gartenstraße zu beheben, hat sich leider bisher nicht erfüllt“, klagt die Anwohnerin und erinnert an das Programm Aktive Stadtzentren, wo der Fokus auf den Norden der Stadt liegt. Dabei bestehe gerade in der Gartenstraße dringender Handlungsbedarf, schon aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht.

Gehwege nicht mehr gefahrlos nutzbar

„Abgesehen von demolierten Ölwannen der Autos ist die Nutzung für ältere Radfahrer und gehbehinderte Fußgänger kaum möglich, von Barrierefreiheit, die überall angestrebt wird, keine Spur. Für meine Bekannte, die auf einen Rollator angewiesen ist und nur ein paar Häuser entfernt von mir wohnt, ist es nicht mehr möglich, mich ohne Strapazen und Risiko zu stürzen zu besuchen“, mahnt die Anwohnerin.

Instandsetzung vernachlässigt

„Warum wird die Instandsetzung der Gartenstraße so vernachlässigt?“, fragt sie sich. Die Nachbarn und sie selbst hätten das Problem bereits bei der Vorstellung der Bürgermeister-Kandidaten im vergangenen Jahr und später in der Sprechstunde des Bürgermeisters angesprochen. Auch mit einzelnen Abgeordneten habe sie darüber gesprochen. „Der katastrophale Zustand der Straße ist allen bekannt und trotzdem gibt es angeblich keine Möglichkeit der Verbesserung, weil das Geld fehlt. Aber wenn das Geld für eine komplette Sanierung nicht reicht, würde schon ein ordentlicher Gehweg helfen“, fügt sie hinzu. Eine offizielle Stellungnahme der Stadt, warum dieses Thema seit Jahren ignoriert wird, würde sie sehr interessieren. „Oder gibt es doch bereits einen Plan und die Hoffnung, eine Verbesserung des Zustands noch zu erleben?“

Es gibt eine Prioritätenliste

Einen Plan gibt es in der Tat, versichert der stellvertretende Bürgermeister Dirk Wendland: „Die Gartenstraße befindet sich gemäß des Straßenkonzeptes in der Stadt Zehdenick in der Kategorie ,Anliegerstraßen’ auf Rang vier – hinter der Kampstraße und dem Darrgang, die beide bereits ausgebaut sind.“ In der Rangfolge vor der Gartenstraße liege jetzt nur noch die Badinger Straße im Ortsteil Klein-Mutz.“ Konkret aber wurde Wendland nicht. Keine Aussage darüber, wann mit einem Ausbau zu rechnen ist.