Lang, lang ist es her, dass mit viel Euphorie der Baustart für die Erneuerung der Ortsdurchfahrt im Zehdenicker Norden begonnen wurde. Damals, im Jahr 2013, war Jörg Vogelsänger noch Infrastrukturminister, Arno Dahlenburg noch Bürgermeister und Angelika Krüger-Leißner (alle SPD) noch Bundestagsabgeordnete.

Ausschreibung der Arbeiten in drei Losen

Acht Jahre später soll nun das Vorhaben vollendet werden, der vierte und letzte Bauabschnitt wird 2021 realisiert. Wenn nicht wieder etwas dazwischen kommt. In drei Losen hat die Stadt Zehdenick jetzt die Arbeiten zum Bau eines kombinierten Geh- und Radweges an der Templiner Chaussee ausgeschrieben. Baubeginn könnte am 15. Februar 2021 sein, Bauende am 31. August kommenden Jahres. Die Verzögerungen bei Realisierung des letzten Bauabschnittes begründete die Stadtverwaltung des Öfteren mit den schwierigen Verhandlungen, die die Kommune mit dem Landesbetrieb Straßenwesen dazu führen musste, führt der künftige Geh- und Radweg doch an der Bundesstraße 109 entlang.

Gemeinschaftsprojekt mit dem Landesbetrieb Straßenwesen

Das Bauvorhaben ist ein Gemeinschaftsprojekt des Landesbetriebes Straßenwesen und der Stadt Zehdenick. Es handelt sich bei dieser Maßnahme um eine Projektförderung aus Zuwendungen des Landes Brandenburg zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse auf Grundlage der Richtlinie zum kommunalen Straßenausbau des Landes Brandenburg. Schon vor vier Jahren wurde damit begonnen, Bäume zu fällen. Der Eingriff in die Natur war nicht unumstritten, fielen doch gesunde Bäume der Säge zum Opfer.

Durchlass zwischen zwei Stichen muss gebaut werden

Im Zusammenhang mit den Bauarbeiten am Radweg muss auch ein Durchlass erneuert werden, was die Sache auch nicht gerade einfacher macht: Ein Fertigteildurchlass wird gebaut, damit das Wasser zwischen Wald- und Mietenstich auch künftig ungehindert abfließen kann. Der Auftragnehmer ist verantwortlich für Baugrube, Wasserhaltung, Bauwerkshinterfüllung, Gründung, Baugrubensicherung, Beton- und Stahlbetonarbeiten, Mauerwerk, Verblendungen, Behelfsbrücken, Abbruch und weiteres, heißt es in der Ausschreibung.

Eingriff in die Natur wird ausgeglichen

Auch die Kompensation des Eingriffs in den Naturhaushalt muss bedacht werden. Dazu sind Bodenarbeiten, Pflanzenlieferungen, Pflanz- und Pflegearbeiten, Fertigstellungspflege und Schutzmaßnahmen ausgeschrieben worden und natürlich der Bau des kombinierten Geh- und Radweges zwischen Grünstraße und dem Weg Am Mietenstich.