Zweifellos der wichtigste Tag war für Fürstenberg in diesem Jahr der 25. Juni. Bei einer großen Bürgerveranstaltung in der Mehrzweckhalle präsentierten Planer des Landesbetriebs Straßenwesen (LS), welche fünf Varianten einer B-96-Umgehungsstraße die Favoriten sind, freilich waren vier davon quasi innerörtliche Optionen.

Freiraumverbünde dürfen nicht künstlich zerschnitten werden

Die Kommune, viele Einheimische und nicht zuletzt die Bürgerinitiative „B-96-raus!“ sprachen sich zwar erneut für die Westumfahrung aus. Lautstark machten sich aber auch jene Bürger bemerkbar, viele von ihnen nicht in Fürstenberg beheimatet, die die Natur westlich der Stadt schützen wollten und für die Idee „Ab durch die Mitte“, sprich Mittelvarianten, eintraten.
Bestärkt werden sie darin von der Landesentwicklungsplanung, die in ihrer neuesten Fassung klar stellt, es dürfen keine Freiraumverbünde künstlich zerschnitten werden, etwa größere Natur-Areale wie Landschaftsschutzgebiete fern von Ortslagen. Der Landesbetrieb kündigte eine Entscheidung für den Herbst an. Vor wenigen Tagen ist bekannt geworden, dass daraus der kommende Frühling wird, wobei nochmals innerörtliche Trassen näher untersucht werden sollen.
Wichtig für die städtische Politik: Seit 1. April verfügt die Stadtverwaltung wieder über einen Bauamtsleiter. Stefan Kadatz übernahm die Ressortleitung, die seit dem Weggang von Heiko Körner vor sieben Jahren einem ständigen Wechsel ausgesetzt war.