Eigentlich aus einer Laune heraus: Zwei Jahre hintereinander hatte das Motto des Betriebsfestes des damaligen Rinderkombinates „Karneval“ gelautet, erinnert sich Christel Hanschmann, die Präsidentin des FKK, an die Anfänge. Nun sollte als Motto für das Fest wieder ein anderes Thema gefunden werden. Weil aber einige Falkenthaler nicht mehr auf den Karneval mit seinen Tanzeinlagen und Büttenreden verzichten wollten, wurde kurzerhand der Klub gegründet. Mit dabei war unter anderem auch Burkhard Wilke, damals angestellt im Kombinat. Dass er mittlerweile seit fast 20 Jahren in Berlin wohnt, hält ihn nicht davon ab, anlässlich des runden Geburtstages noch einmal in die Bütt zu steigen  – und das immerhin mit jener Geschichte von der Notdurft, die ein Mann an seinem Gartenzaun verrichtet. Wie schon vor 40 Jahren amüsierten sich die Gäste am Wochenwende gar köstlich darüber. Manche Themen sind eben zeitlos.
Dazu gehört auch der Auftritt der Mollys, die mit ihren Frisuren, vor allem aber mit dem Melodienmedley diesmal durchaus auch als Wollys hätten durchgehen. Sie outeten nicht nur sich selbst als eingefleischte Wolfgang-Petry-Fans, sie brachten die Gäste damit auch richtig in Schwung.
40 Jahre sind eine lange Zeit, und die Seniorinnen Renate und Dorli können als regelmäßige Besucherinnen der Veranstaltungen viele Geschichten erzählen. Gern erinnern sie sich noch an die Karnevalssitzung im Jahr 2008. Ein umgeknickter Mast hatte die Stromzufuhr zum Falken, der Vereinsgaststätte, unterbrochen. Statt der Deckenfluter mussten  Kerzenleuchter auf den Tischen für Licht im Saal sorgen. Denn das eine schnell organisierte Stromaggregat wurde gebraucht, um Heizung und Musikanlage zu versorgen. Doch dem Spaß an der Feier habe das Malheur keinen Abbruch getan, sind sich die beiden einig und  prosten sich vergnügt zu.
Klagen müssen die Falkenthaler  Karnevalisten nicht. Weder haben sie Nachwuchssorgen noch haben sie Probleme, Karten zu verkaufen. Der FKK ist ein Verein, der tief im Ort verwurzelt ist, ohne sich jedoch dem Einfluss von außen zu verschließen. Das gilt für das Prinzenpaar, das eigentlich aus dem benachbarten Liebenberg stammt, ebenso wie für die Tänzer und Tänzerinnen und die Stammtisch- und Büttenredner. Niemand muss Falkenthaler werden, um mitmachen zu dürfen. Eine Einschränkung allerdings gibt es doch: Das regelmäßige Erscheinen zur Probe ist Pflicht, verrät die Präsidentin.

Prunksitzungen


■ Den Saal in der Gaststätte „Zum Falken“ am Gemeindezentrum hat der Karnevalsklub am 9., 16. und 23 Februar gebucht.

■ Jeweils von 20 bis 2 Uhr wird gefeiert.

■ Wer noch Karten haben möchte, kann sich unter der Telefonnummer 033088 50246 melden. (veb)