Es ist soweit: Trotz der Corona-Pandemie wird der zweite Abschnitt des Brandenburgischen Klosterweges von Himmelpfort nach Zehdenick eröffnet. Und jeder ist zum Erkunden des letzten Teilstücks des Pilgerweges vom Hoch- und Stapelweg in Zehdenick-Neuhof bis zum Kloster in Zehdenick willkommen. Die letzten Vorbereitungen laufen. Damit sich niemand auf dem 36 Kilometer langen Teilstück des Pilgerweges verlaufen kann, müssen mehr als einhundert Wegweiser montiert werden.
Im Klosterhof findet am Sonnabend, 19. September, um 12.15 Uhr eine feierliche Andacht statt, zu der auch Superintendent Uwe Simon vom evangelischen Kirchenkreis Oberes Havelland, Stiftsamtsfrau Gabriele Pielke und Vertreter der Stadt Zehdenick anwesend sein werden. Anschließend gibt es im Klosterhof Getränke und Würstchen. Außerdem können sich die Wanderer den Pilgerstempel auf dem Pilgerausweis geben lassen, lädt Gabriele Pielke vom Kloster Zehdenick an, die schon seit Monaten in die Vorbereitungen eingebunden ist.
Der neue Pilgerweg wird die ehemaligen Zisterzienserinnenklöster Himmelpfort und Zehdenick verbinden und soll künftig bis zum Kloster Lindow führen. Ein erstes Teilstück von Fürstenberg bis Himmelpfort wurde bereits vergangenes Jahr fertiggestellt. Diese zirka fünf Kilometer lange Strecke bildet zugleich die Anbindung an den Pilgerweg Mecklenburgische Seeplatte zum Kloster Wanzka.
Der nun fertiggestellte Abschnitt von Himmelpfort bis Zehdenick hat eine Länge von zirka 36 Kilometern. Für das kommende Jahr ist die Fortführung des Brandenburgischen Pilgerweges über Gransee bis zum Kloster Lindow geplant. Damit werden alle drei ehemaligen Zisterzienserinnenklöster im Kirchenkreis Oberes Havelland durch den Pilgerweg verbunden. Von dort aus soll es dann wieder eine Anbindung an den Pilgerweg Mecklenburgische Seeplatte geben.
Die Idee für den Pilgerweg kommt von verschiedenen Seiten, wie Pfarrer Gernot Fleischer, einer der Initiatoren des Weges, erzählt: „Die Kirchengemeinde Himmelpfort ist dabei ein wichtiger Impulsgeber. Karl-Otto Winkler setzt sich dort seit Jahren für das Projekt ein und hat viele Mitstreiter gefunden. Zur Nordkirche entwickelte sich ein guter Kontakt. Das machte die Kooperation mit dem Pilgerweg Mecklenburgische Seeplatte möglich. Wir werden mit unserem Weg in ein aktives Pilgergeschehen eingebunden.“
Gernot Fleischer freut sich, dass der evangelische Kirchenkreis Oberes Havelland signalisiert hat, künftig wohl auch die Trägerschaft für den Pilgerweg zu übernehmen. Die Kommunen sind als Partner mit an Bord und binden den Pilgerweg ins regionale Stadtmarketing ein.
Zurzeit wird die Beschilderung angebracht. Unterstützung kommt dabei von der der Zehdenicker Beschäftigungsgesellschaft Aqua Zehdenick GmbH. So werden Pfarrer Fleischer und Frank-Steffen Lackner von der Aqua in den nächsten Tagen unterwegs sein, um die neuen Hinweisschilder für den Brandenburgischen Klosterweg mit dem Symbol des Pilgerweges anzubringen.

Wie kommt man hin?


Die Eröffnung der zweiten Teilstrecke des Pilgerweges Brandenburger Klosterweg beginnt am Sonnabend, 19. September, am Bahnhof Zehdenick-Neuhof um 10.15 Uhr beziehungsweise um 10.30 Uhr ab Hoch- und Stapelweg nördlich des Bahnhofes.

Für alle, die ihr Auto am Bahnhof Zehdenick-Neuhof stellen lassen, wird eine Rückfahrmöglichkeit zum Bahnhof organisiert. Wer diese Möglichkeit nutzen will, meldet sich per E-Mail bei pfarrer-fleischer@kkobereshavelland.de.

Treffpunkt für Bahnreisende aus der Region Templin: Abfahrt Bahnhof Templin (Stadt) um 9.34 Uhr (RB 12) Richtung Zehdenick / Berlin-Ostkreuz, Ankunft Zehdenick-Neuhof: 9.51 Uhr. Treffpunkt für die Region Zehdenick/Löwenberg: Abfahrt Bahnhof Zehdenick (Mark) 9:57 Uhr (RB 12) Richtung Templin, Ankunft Zehdenick-Neuhof: 10:01 Uhr (weitere Haltepunkte sind Bergsdorf um 9.46 Uhr, Löwenberg (Mark) 9.39 Uhr, Grüneberg 9.34 Uhr, Nassenheide 9.28 Uhr und Sachsenhausen 9.23 Uhr.