Die „Mitgestaltung des Kreisverkehrs“ stand am Donnerstagabend auf der Tagesordnung des Zabelsdorfer Ortsbeirates. Zwar sind die Arbeiten am Kreisel nach einigen Verzögerungen mittlerweile offenbar abgeschlossen. Zufrieden sind die Zabelsdorfer mit dem Ergebnis allerdings nicht.

Anwohner beklagen „das Elend vor ihrer Haustür“

Anwohner beklagen „das Elend vor ihrer Haustür“, das dringend beseitigt werden müsse. Gemeint ist das Gestrüpp, das in der Mitte des Kreisel stehengelassen wurde und keinen guten Eindruck mehr macht, wie auch Ortsvorsteher Emil Beuth einräumen musste.
Der Ortschef ging noch einmal hart ins Gericht mit der vom Landkreis Oberhavel beauftragten Baufirma, die alles andere als zuverlässig gearbeitet habe. Geradezu „hirnrissig“ sei der ganze Ablauf gewesen. „Die haben gemacht, was sie wollten“, erinnert Beuth an den stark verzögerten Ablauf. Der begann mit dem Aufstellung von drei Ampeln und vielen Verkehrsschildern. Doch auf die Bauarbeiter warteten die Zabelsdorfer zunächst vergeblich. Dafür waren die Ampel zuverlässig Tag und Nacht geschaltet, die davor wartenden Autos verpesteten die Luft. „Es war eine einzige Katastrophe“, beklagte Beuth. „Dieser Baufirma darf man niemals mehr einen Auftrag erteilen“, urteilte der Ortschef im Einklang mit seinen Mitstreitern im Ortsbeirat.

Fertigstellung verzögerte sich immer wieder

Denn auch die eigentliche Bauphase verlief nicht so, wie gewünscht. Als die Arbeiter mit zehntägiger Verspätung in kleiner Besetzung anrückten, schien es so, als hätten sie nicht gerade eilig. Auch das Ende des Bauvorhabens, das den Kreisverkehr insbesondere für landwirtschaftliche Fahrzeuge und große Lastkraftwagen sicherer machen sollte, verlief ziemlich chaotisch. Tagelang stand die Beschilderung noch, die für erhebliche Irritationen unter den Verkehrsteilnehmern sorgte. Viele Anwohner waren aufgebracht und machten ihrer Verärgerung Luft.

Zunehmender Unmut macht sich im Dorf breit

Auf Druck der Zabelsdorfer wurde sie dann doch abgebaut, die Restarbeiten, die eigentlich in wenigen Tagen erledigt sein sollten, zogen sich über Wochen hin. „Und jetzt sieht es immer noch aus wie Kraut und Rüben“, beklagte Beuth den Zustand, den die Zabelsdorfer verbessert sehen wollen. Aber wie? Für das Erscheinungsbild trägt der Landkreis Oberhavel als Straßenbaulastträger die Verantwortung. „Gibt es Vorstellungen? Was sollen wir tun?“, fragte Beuth in die Runde. Einer würde gerne Frühblüher pflanzen. Aber wer übernimmt die Pflege? Wer bezahlt das? Der Ortsvorsteher ist sich sicher: „Aus dem Dorf darf es keiner machen, aus Haftungsgründen.“

Das Tor zur Tonstichlandschaft gestalten

Vernünftig, ordentlich und schön soll es aussehen, soviel ist sicher. Zabelsdorf sei schließlich das Tor zur Tonstichlandschaft, das sollte bei der Gestaltung des „Innenlebens“ des Kreisels berücksichtigt werden. Weil noch so viele Fragen offen sind, vertagte der Ortsbeirat das Thema noch einmal. In der Oktober-Sitzung soll es wieder auf die Tagesordnung.
„Lasst den Monat noch einmal rumgehen, vielleicht passiert da noch was“, so Beuth, der die Hoffnung hegt, dass noch Vorschläge kommen werden, was eventuell machbar ist. Denn so wie es jetzt ist, könne es auf Dauer nicht bleiben. „Eine Schande für das ganze Dorf ist das“, urteilte ein Nachbar scharf.