Bettina Lange (Querflöte) führte durch das Programm, begleitet wurde sie von Renate Lock (Violine), Annette Geiger (Bratsche) sowie Jan-Peter Kuschel und Christoph Hampe (Violoncello). Sie begannen den Nachmittag mit einem Zeitgenossen Ludwig van Beethovens, dem ebenfalls aus Bonn stammenden Ferdinand Ries, bei dessen Vater Ludwig einst Klavierunterricht hatte. Die Musiker interpretierten das Quartett für Flöte und Streichinstrumente C-Dur op. 145 Nr. 1, gefolgt von Anton Arenskis Streichquartett Nr. 2 A-Moll op. 35, das ganz unter dem Eindruck des Todes von Peter Tschaikowsky entstand. Den Schlusspunkt setzte Wolfgang Amadeus Mozarts Quartett für Flöte und Streichinstrumente D-Dur KV 285, eine Auftragsarbeit für einen Mediziner, für die Mozart statt der ausgemachten 200 nur 96 Gulden erhielt, wie Bettina Lange berichtete. Die Kammerakademie Potsdam trat in Gransee im Rahmen der Konzertreihe "Noten neu verortet – Kammermusik findet Stadt" auf. Insgesamt zählen 31 Brandenburger Städte zu dieser Arbeitsgemeinschaft, die das kulturelle Erbe erhalten und die Innenstädte mit Leben erfüllen soll. Die Kammerakademie gastierte neben Gransee auch in Beelitz, Beeskow, Dahme/Mark und Altlandsberg. Die Konzertreihe wird mit Mitteln aus der Glücksspielabgabe und Sportwetten des Landes Brandenburg gefördert.