Es verwundert daher nicht, dass Sommer am Ende der diesjährigen Bauarbeiten an dem denkmalgeschützen Gebäude trotz aller Widrigkeiten verkündet: Der Schmuckgiebel, der etwa nordwestwärts zeigt und lange Zeit vom Einsturz bedroht war, könnte sich in seiner vollen Schönheit den Besuchern der bevorstehenden Adventsfeierlichkeiten am Weihnachtspostamt zeigen. "Wir hoffen sehr, dass wir bis zum Beginn der Märkte die Rüstung an dem Giebel abmontieren können", erklärt Arno Sommer. Damit die Besucher sich von den Fortschritten bei der Sanierung überzeugen können.
Fördergelder fließen verspätet
Gleichwohl befinden sich die Akteure in einer schwierigen Gemengelage: Dieses Jahr etwa werden laut dem Stiftungsvorsitzenden die Arbeiten erledigt, deren Finanzierung 2018 bewilligt war. Zum Glück konnten die Drittmittel beim Fördergeber geparkt werden. Und jene Gelder, die ursprünglich für dieses Jahr eingeplant waren, können erst 2020 abgerufen werden. So stellt der Denkmalschutzfonds des Bundes 120 000 Euro für die Sanierung bereit. Die Stadt Fürstenberg steuert den Eigenanteil von 20 000 Euro bei. Oftmals sei es aber so, erklärt Sommer: Zwischen der Zusage von Fördermitteln und deren tatsächlichen Bereitstellung vergingen oft Monate. Und auf einmal müsse binnen kürzester Zeit das Geld verbraucht werden, sprich müsse der Hauptauftragnehmer, die Denkmalpflege Prenzlau, los bauen. Aber es könne sein, dass die Kapazitäten des Unternehmen anderweitig gebunden sind.
Dennoch gingen alle Beteiligten nun davon aus, dass das künftige Dach des Brauhauses im Frühjahr 2020 fertiggestellt sein kann – dieses besondere im historischen  Bauwerk: Stahlträger wurden eingezogen, damit die Last des Daches nicht auf die Außenmauern drückt. Stahlseile halten das Konstrukt, so dass die Möglichkeit gegeben ist, später neue Wände einzuziehen.
Beflügelt werden die Stiftungsmitglieder mit Arno Sommer an der Spitze freilich von einer klaren Vision. So erhoffe man sich durchaus, das gesamte Projekt bis zum Jahr 2024 abgeschlossen zu haben. Dann feiert das Dorf Himmelpfort, inzwischen ein Teil der Stadt Fürstenberg, den 725. Jahrestag der urkundlichen Ersterwähnung.
Alles in allem werde man bis dahin für die Sanierung wohl rund zwei Millionen Euro aufgebracht haben – Eigenmittel und vor allem Fördermittel.

Stiftung mit vielen Mitgliedern


Im August 2010 brannte das mittelalterliche klösterliche Brauhaus in Himmelpfort bis auf die Grundmauern nieder. Die Ruine verwahrloste fortan. Die Verursacher des Brandes sind bis heute nicht bekannt.

Die Bürgerstiftung Kulturerbe Himmelpfort will das Brauhaus wieder aufbauen. Sie hat 80 Mitglieder.

Das Brauhaus soll nach Fertigstellung ein kulturelles Zentrum des Ortes und für die Region werden.

Infos gibt es auch unter www.buergerstiftung-himmelpfort.de pilz