50 Gäste waren zur stimmungsvollen Vernissage ins Löwenberger Land gekommen. Für den Förderverein Kulturleben Linde war es Start in ihre Kultursaison. "Das Schöne an der Arbeit ist der Prozess, der kann süchtig machen", sagt Siegfried Becker. Seine Eltern wurden in Linde geboren, er in dieser Kirche getauft. Eines seiner Lieblingsbilder in der Ausstellung heißt daher mit Anspielung auf seinen Heimatort "Lindengold".
Schon vor der Eröffnung hatte sich der Grüneberger Musiker und Kantor Jens Seidenfad mit den Bildern beschäftigt. Er komponierte eigens zwei Stücke, die er Sonnabend ausdrucksstark auf seinem Akkordeon vortrug. Seidenfad schuf dabei eine Klangwelt, die die Werke Beckers kunstvoll in Töne übersetzte. Seine Musik, die mal schwer atmend, mal leicht, mal elegisch und sphärisch dann wieder voll und klar durch die kleine, aber hohe Kirche schwebt, nahm die Zuhörer mit auf eine Reise durch die Ausstellung. "Man kann sich in den Bildern verlieren", sagte Angelika Zoll-Rüter, die mit ihrem Mann und Freunden aus Berlin nach Linde gekommen war. "Die Werke können für jeden etwas anderes bedeuten", sagte. Ihr Mann, Rudolf Rüter ergänzte: "Die Fotos sind alles andere als langweilig."
Die Ausstellung von Siegfried Becker ist bis 14. Dezember in Fachwerkkirche Linde zu sehen.