Zahlreiche Teilnehmer haben zugesagt, auch aus dem Ausland. Sie alle eint das Credo der Landschaftsmalerei inmitten von Natur und fernab des Alltagsstresses. Wer ihnen über die Schulter schaut, hat die einmalige Chance, das Meditative dieser Kunstausübung auch als "Zaungast" zu verinnerlichen.
Wahrnehmung wird geschärft
Mittlerweile veranstaltet Fenske das Pleinair schon zum sechsten Mal im Fürstenberger Seenland. Vor allem wegen "der variantenreiche Fluss- und Seenlandschaft", wie er betont, werde die Region wieder zum Treffpunkt für Landschaftsmaler und -malerinnen, die mit Hingabe unter freiem Himmel malen.
Diesmal werden es mehr als zwölf Künstler sein, die  in dem unweit der Mühle gelegenen evangelischen Freizeitheim in Himmelpfort ihr Lager aufschlagen wollen. Das diesjährige Thema "Wahr-Nehmen" solle die Teilnehmer inspirieren, ihren ganz eigenen Blick und Stil zu leben und zu verfeinern.
"Ohne Druck können die Maler und Malerinnen sich ganz ihrer Leidenschaft widmen und einmal sorgenfrei, konzentriert und kontinuierlich malen und die abwechslungsreiche Landschaft erkunden", heißt es in einer Mitteilung von Fenske. Initiiert wurde das Festival 2014 durch Marko Fenske. Nach seiner ersten Teilnahme am "Art in the Open Festival" in Irland, bewog ihn die irische Malerin Karen Scanell, das Pleinair Berlin Brandenburg zu gründen. Mehrere irische Maler wollten unbedingt einmal in Deutschland malen. "Es gab aber bis dato kein offenes Festival bei dem sie mitmachen konnten", erinnert sich Fenske. Nachdem sie selbst an verschiedenen Landschaftssymposien im Ausland teilgenommen hatten, fand dann 2014 ihr erstes Pleinair-Meeting in Altthymen statt.
Freundliche Atmosphäre
Seit 2016 kommen die Künstler nun in Himmelpfort zusammen, um in einer Woche des intensiven Malens unter freiem Himmel abschließend in einer Ausstellung die Ergebnisse aller beteiligten Künstler zu präsentieren. Die Atmosphäre ist dabei stets geprägt von einer freundlichen und anteilnehmenden Grundstimmung, in der die Künstler nach eigener Façon malen können und gleichzeitig den regen Gedankenaustausch mit den Malerkollegen wahrnehmen können.
"Der besondere Reiz der Freiluftmalerei erhält hier eine einzigartige Plattform und Möglichkeit des künstlerischen Miteinanders", erklärt der Organisator. Anfangs noch an dem Modell von Irland orientiert, sei die Idee gewesen, einen Preis für Pleinairmalerei des Landes Berlin-Brandenburg zu schaffen.
Aber "bei Stadt und Land" habe er keine Unterstützung erhalten. Zum Glück konnte Fenske ein Sponsoring akquirieren – ein "Distributor von Künstlerbedarf aus Norddeutschland" wurde dafür gewonnen. "So gab es Preisverleihungen mit Urkunden und schönen Sachpreisen", merkt der Kunstmanager an.
2017 trat man als Gruppe auf und gab den Gedanken von Preisverleihungen komplett auf, da das Konkurrenzdenken nicht gefiel und als störend und unwichtig empfunden wurde, erinnert sich der Berliner Organisator. "So bleibt die Liebe zur Pleinairmalerei vor Ort als Qualitätsmerkmal bestehen", meint er. Die Maler sind Profis und Hobbymaler mit Erfahrung.
"Sie haben in dieser Woche komplett den Rücken frei und können sich ganz aufs Malen konzentrieren", freut sich Fenske auf das Pleinair.

Zahlen und Fakten über die Veranstaltung

11 Malerinnen und Maler nehmen ab Sonntag an dem Pleinair teil. Neben den drei Organisatoren sind das:  Gary Westall, Christine Faust, Gerd Bandelow, Beatrice Neumann, Sylvia Pfeffer, Pamela Winchester, Renate Kaps, Andrea Ney, Astrid Homuth, Yo Rühmer und Torsten Wolber. Am Sonntag, 2. Juni, wird das Treffen der Freiluftmaler beendet.

5 Pleinairs wurden veranstaltet. Von Himmelfahrt  bis Samstag können Interessierte im Freizeitzentum jeweils von 14 bis 17 Uhr  die Künstler besuchen. pilz