Ein Thema, mit dem sich auch der KVE beschäftigen muss, ist die Coronapandemie. Dabei geht es nicht in erster Linie um die Krankheit oder den Ausfall von Mitarbeitern durch diese, sondern um die Abnahme von Trinkwasser und damit verbunden den Anfall von Schmutzwasser. Dass in vielen privaten Haushalten Heimarbeit angesagt ist  und  damit mehr Wasser verbraucht wird und Abwasser anfällt, kann der KVE verkraften. Doch steht dem ein "erheblich" gesunkener Verbrauch von Wasser in öffentlichen Einrichtungen wie Kitas und Schulen, vor allem aber in Großküchen, in der Gastronomie, in Pensionen und Hotels gegenüber. Bislang sei es noch nicht möglich, verlässliche Zahlen vorzulegen. Doch sei ein Trend nach unten zu erkennen, heißt es in der Rechenschaftslegung. Ob und wie sich dieser Trend auf die Gebühren auswirkt, kann bislang nicht gesagt werden. "Da brauchen wir erst konkrete Zahlen", heißt es weiter. Anhand dieser müsse dann im Verband eventuell neu kalkuliert werden. Die gute Nachricht dabei: auf keinen Fall vor dem Jahr 2021.
Geplante Vorhaben
Die bislang geplanten Arbeiten bleiben davon unberührt. Gearbeitet wird gerade in der Straße "Zur Kappe" im Ortsteil Liebenberg, wo Trinkwasserleitungen verlegt werden. In Neulöwenberg ist geplant, die in die Jahre gekommene Trinkwasserhauptleitung auszutauschen.  Das ist notwendig, weil die Leitung mit der Zeit immer störanfälliger geworden ist. "Wir wollen damit verhindern, dass Störungen in der Versorgung durch mögliche Havarien auftreten können. Das wird wahrscheinlicher, je älter eine solche Leitung ist, und wäre gerade im Winter fatal", so Manfred Telm, in dessen Zuständigkeit die Arbeit des Eigenbetriebes fällt.
Der KVE und die Gemeinde haben alle notwendigen Vorbereitungen getroffen, dass die Bagger in dieser Woche noch anrücken könnten. Ob sie kommen, ist allerdings noch von der verkehrsrechtlichen Anordnung durch den Landkreis Oberhavel abhängig. Denn, wenn auch die Verlegung der Rohre nur neben der Bundesstraße erfolgt, müssen doch Sicherungsbaken auf der Fahrbahn aufgestellt und zumindest die Geschwindigkeit reduziert werden, um den Schutz der Bauarbeiter zu gewährleisten. Da die Arbeiten am 17. Juni beginnen und sich abzüglich der Winterpause bis zum 30. April 2021 erstrecken sollen, gibt es ein Problem. Denn gegen Ende des Sommers will der Landesbetrieb für Straßenwesen die Ortsdurchfahrt in Teschendorf und die B 96 weiter bis zum Ortseingang nach Löwenberg  sanieren. Für den Fernverkehr soll dann die Strecke von Nassenheide bis zur Hamburger Kreuzung in Neuholland und über Liebenberg und Neulöwenberg bis nach Löwenberg als Umleitungsstrecke genutzt werden. Bauarbeiten würden dort stören. Nun werde seitens das Landkreises geprüft, ob trotz Fahrbahnsperrung und Reduzierung der Geschwindigkeit gebaut werden kann, so der Hinweis von Telm an die Kommunalpolitiker. Die Bauarbeiten zu verschieben, sei eigentlich kein Problem. Als Alternative steht das Frühjahr 2021. "Nur müssen wir dann darauf hoffen, dass die alte Leitung noch so lange durchhält", so das Statement von Telm.
Dass vom KVE kleinere Arbeiten und Investitionen, wie beispielsweise die Optimierung der Luftzufuhr in den Belüftungsbecken der Kläranlage Grüneberg ausgeführt werden, ist ebenso in den Unterlagen aufgelistet.
Neues Fahrzeug
Gute Dienste leistet im KVE seit September vergangenen Jahres übrigens der neu angeschaffte Kraftprotz eines Hochdruckspülschlammsaugfahrzeuges, dass gut 430 000 Euro gekostet hat, aber auch jeden Cent wert ist, wie Volker Witt als Fahrer und Bediener zu berichten weiß. Denn damit könne nicht nur Abwasser transportiert werden,  es sei auch bestes geeignet, um zugesetzte Kanäle und Pumpspeicheranlagen zu reinigen und damit wieder durchlässig zu machen, und das sowohl bei minus 25 als auch plus 45 Grad Celsius. "Das ist für uns als Mitarbeiter schon eine Arbeitsentlastung, wenn wir im Winter angefordert werden. Es ist aber auch für die betroffenen Haushalte eine gute Anschaffung, weil Rohrspülungen schnell und vor allem ohne viele zusätzliche Bauarbeiten ausgeführt werden können", so Witt. Bei einem mehr als 100 Kilometer langen Kanalnetz im Löwenberger Land sei es eine gute Investition, sind sich Mitarbeiter und Kommunalpolitiker einig.

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Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf.

Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf. Und am Ende steht ein Kürzel. kürzel