So berichtete die Fürtenbergerin Dagmar Buschmann von einer Begegnung mit dem Laufvogel während sie im Bereich Karlshorst, nahe des alten Truppenübungsplatzes, mit ihren Hunden unterwegs war. Das Bellen der Hunde habe das Tier verscheucht. Eine weitere Sichtung gab es seitens eines Autofahrers unmittelbar an der Landesstraße 214. Die Vermutung, das Tier sei von der Straußenfarm Winkler in Neulöwenberg entwichen, habe sich auf Nachfrage nicht bestätigt, so Buschmann.
Noch ist also unklar, woher das Tier stammt. Dass es sich bei dem Vogel um ein aus privater Haltung ausgebrochenes Tier handelt, ist aber wahrscheinlich. Wie die Pressestelle des Landkreises Oberhavel auf Nachfrage dieser Zeitung informierte, leben von den anzeigepflichtigen Tieren etwa 50 bis 60 Exemplare im Kreis. Das Veterinäramt des Kreises freue sich sowohl im Fall eines Entlaufens als auch im Fall einer Sichtung über entsprechende Meldungen. Die ursprüngliche Heimat der Emus ist Australien. Es handelt sich nach dem Strauß um die weltweit zweitgrößte Laufvogelart.
Nandus, die südamerikanischen Verwandten der Emus, leben seit etwa 20 Jahren wild im Nordwesten Mecklenburg-Vorpommerns, nachdem sie aus einem Zuchtgehege bei Lübeck ausbrachen. Es gibt dort mehrere hundert Exemplare.