Wenn alles so klappt, wie es sich Wüstenberg vorstellt, werden seine Gäste dann einen kompletten W 50-Löschzug vorfinden, "wie er zu DDR-Zeiten tatsächlich ausgerückt ist". Dazu gehören ein TLF 16 (die 16 steht beim Tanklöschfahrzeug für die Pumpenleistung), ein LF16/TS8 (ein Löschfahrzeug mit dazugehöriger Tragkraftspitze) und ein DL30.1 (ein Fahrzeug mit einer Drehleiter, die 30 Meter lang ist). Bei einem Einsatz konnten damit Personen aus einer Höhe von maximal 23 Meter gerettet werden. "Die Differenz zu den 30 Metern resultiert aus der sogenannten Nennauslegung, da das Fahrzeug einen Mindestabstand von zwölf Metern zum Einsatzort einhalten muss", erklärt der Ex-Feuerwehrmann. Ein B 1000 KLF (Kleinlöschfahrzeug) komplettiert die Fahrzeuggalerie. Das Auto sei bereits restauriert worden. An der Technik werde aber noch gearbeitet, so der Chef weiter. Ein Highlight hat er noch in petto: Bis Freitag muss in der Fahrzeughalle alles an Ort und Stelle stehen. Denn dann bringen die Mitarbeiter der ABS Hennigsdorf die gerade restaurierte TAS/TS8 (eine Tragkraftspritzenanlage) aus dem Baujahr 1957 nach Liebenwalde.
Worauf Wüstenberg besonders stolz ist: "Alle Fahrzeuge sind in einem technisch einwandfreien Zustand. "Sie könnten theoretisch sogar zu einem Einsatz ausrücken", sagt er. Einige der W 50-Fahrzeuge werden demnächst auch tatsächlich vom Hof fahren und am Festumzug durch die Oranienburger Innenstadt die Kolonne der historischen Feuerwehrfahrzeuge vervollständigen.
Gut 400 Besucher zählte das Liebenwalder Feuerwehrmuseum im vergangen Jahr. Viele Radfahrer legen laut Wüstenberg dort Rast ein, außerdem kommen Urlauber, die in der Nähe eine Unterkunft haben.